Fußball Bundesliga
Bayern in Bielefeld gefordert, MSV empfängt FCN

Zum Abschluss des 15. Spieltags der Bundesliga empfängt Arminia Bielefeld heute ab 17.00 Uhr den FC Bayern München. Im zweiten Spiel des Tages hat der MSV Duisburg Pokalsieger 1. FC Nürnberg zu Gast.

Arminen-Trainer Ernst Middendorp griff auf eine äußerst plakative Beschreibung zurück, um das seiner Meinung nach ungleiche Duell zwischen Arminia Bielefeld und Bayern München am heutigen Sonntag (17.00 Uhr/live bei Premiere) zu beschreiben. "Wir sind mit einem VW Beetle unterwegs und nicht wie die mit einem Porsche", erklärte "Power Ernst" vor dem Punktspiel gegen den Rekordmeister. In der zweiten Begegnung zum Abschluss des 15. Spieltags treffen mit dem MSV Duisburg und Pokalsieger 1. FC Nürnberg zwei in dieser Saison bislang sportlich äußerst "lahme Enten" aufeinander.

Ernst Middendorp wäre aber nicht Ernst Middendorp, wenn er seinem Vergleich nicht noch eine verstecke Kampfansage an die Übermacht von der Isar folgen lassen würde: "Wir bewegen uns ja nicht auf der Autobahn, sondern im Stadtgebiet." Will heißen: Auch wenn der Leistungsunterschied noch so groß erscheint, die Bayern wird auf der Alm wieder ein Kampf auf Biegen und Brechen erwarten.

Kahns Kampfansage an die Kollegen

Deshalb hat Ex-Nationaltorhüter Oliver Kahn nach dem unbefriedigenden Auftritt des 20-maligen deutschen Meisters im Uefa-Cup beim SC Braga (1:1) auch seinem Unmut Luft gemacht und die Stars zu mehr Engagement aufgefordert. "Was fehlt, ist die letzte Leidenschaft, der letzte Biss, der letzte Wille", kritisierte der Kapitän.

Kahn kann sich nur zu gut noch an den 16. September 2006 erinnern, als er mit den Bayern trotz einer 1:0-Führung noch mit 1:2 bei den Ostwestfalen unterlag. Der Torwart bemängelte: "Momentan versuchen wir uns so durchzuwurschteln - und das reicht nicht." Trainer Ottmar Hitzfeld warnt deshalb seine Profis. "Es wird wieder ein Kampfspiel. Wenn wir so auftreten wie in Braga, wird es schwer. Wir müssen an unsere Grenzen gehen", sagte er.

Vom Können her steht dem Coach genügend Personal zur Verfügung, auch wenn Lucio (Rotsperre), der verletzte Nationalspieler Marcell Jansen und der Rekonvaleszent Bastian Schweinsteiger fehlen. Lukas Podolski steht nach seinen Problemen am Zeh wohl wieder im Kader.

Da sind bei der Arminia Ausfälle wie Matthias Langkamp oder Christian Eigler nicht so einfach zu kompensieren. Positive Nachricht ist das mögliche Comeback von Petr Gabriel in der Innenverteidigung nach langer Verletzungspause. "Wenn wir lange ein 0:0 halten, schaffen wir vielleicht das Wunder", sagte Gabriel. Vor 14 Monaten drehte die Arminia den Spieß noch durch Tore von Artur Wichniarek und Jonas Kamper um.

"Zebras" zum Siegen verdammt

In Duisburg gilt seit dem Dekret von Klubchef Walter Hellmich die Devise "Schweigen ist Gold, Reden ist Silber". Die zum Schweigen verdonnerten Profis müssen nach neun Niederlagen in den vergangenen zehn Spielen gegen den Club gewinnen, sonst könnte das Ticket für den Zug Richtung 2. Liga schon nach der Hinrunde gebucht sein. "Wir müssen Nürnberg von Anfang an unter Druck setzen. Deswegen werden wir mit zwei Stürmern spielen", kündigte Trainer Rudi Bommer an.

Dem Coach könnte im Übrigen auch eine weitere Niederlage - es wäre die fünfte in Folge - nichts anhaben. Laut Klubchef Hellmich leistet Bommer "saubere Arbeit, die Fehler werden auf dem Platz gemacht". Nürnberg will nach dem ordentlichen Auftritt im Uefa-Cup bei Zenit St. Petersburg (2:2) in der Bundesliga dem 2:0 gegen Borussia Dortmund einen weiteren Sieg folgen lassen. "Um wieder in ruhigeres Fahrwasser zu kommen, müssen wir auch auswärts punkten", sagt Trainer Hans Meyer.

Schon im Oktober, nach dem 5:1 gegen Eintracht Frankfurt, wähnte sich der Club im Aufwind - und unterlag danach prompt mit 1:3 beim VfL Wolfsburg. Der bisher einzige Sieg der Franken beim MSV datiert übrigens aus dem Jahr 1965.

© SID

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