Fußball Bundesliga
Bayern ist heiß auf Spitzenreiter Stuttgart

Mit großem Selbstbewusstsein geht Bayern München heute (15.30 Uhr) am 13. Bundesliga-Spieltag ins Duell gegen Tabellenführer VfB Stuttgart. Und auch VfB-Trainer Armin Veh spielt den Underdog: "Bayern ist der Favorit."

Auch wenn der VfB Stuttgart derzeit eigentlich allen Grund für eine besonders breite Brust hätte, gibt sich der Tabellenführer vor dem Topspiel am 13. Spieltag sehr bescheiden. Wesentlich offensiver gehen die Verantwortlichen von Bayern München das Duell an: Der Meister und der Tabellenführer aus Schwaben üben sich in altbewährten Rollen. "Selbstverständlich gehen wir davon aus, dass wir im Vorteil sind", meinte Bayern-Coach Felix Magath vor dem Südgipfel heute (15.30 Uhr/live bei arena). Dagegen gibt sein VfB-Kollege Armin Veh gerne den Underdog, obwohl seine Mannschaft als einzige auswärts noch ungeschlagen ist und in sechs Partien viermal gewonnen hat: "Bayern ist der Favorit."

Der zweite Brennpunkt heute liegt in Mainz. Dort kämpfen die zwei populärsten Vertreter der "neuen" Trainer-Generation mit ihren Klubs um den Ausweg aus der Krise. Jürgen Klopp empfängt mit dem Tabellenletzten FSV Mainz 05 Thomas Doll mit dem Hamburger SV. Seit elf Spieltagen sieglos die Gastgeber, nur einmal erfolgreich in 18 Pflichtpartien die Hamburger. Doll hat seine Mannschaft deshalb seit Mittwoch in einem Trainingslager im Taunus zusammengezogen und betont immer wieder, worum es am Bruchweg geht: "Die Partie in Mainz ist von größter Bedeutung für den Verein."

Bremen erwartet heißen Tanz auf dem Tivoli

Werder Bremen könnte im Kampf um die Meisterschaft vom Aufeinandertreffen der Konkurrenz aus München und Stuttgart profitieren, darf sich dann aber bei Aufsteiger Alemannia Aachen keinen weiteren Schnitzer erlauben. "Sie spielen zu Hause mit sehr viel Selbstvertrauen", weiß Werder-Coach Thomas Schaaf, "sie werden von ihren Zuschauern immer wieder nach vorne gepeitscht. Es wird keine leichte Aufgabe." Immerhin kann Schaaf wieder auf Nationalspieler Tim Borowski zurückgreifen, der seine Knieverletzung auskuriert hat.

Auch der Tabellendritte Schalke 04 hat ein schwieriges Auswärtsspiel vor sich. Wie Werder reisen die "Königsblauen" als Favorit zu Energie Cottbus, aber Trainer Mirko Slomka kennt die Stärken des bestens organisierten Aufsteiger: "Cottbus hat in der bisherigen Saison erst 16 Großchancen zugelassen. Das ist nach uns der zweitbeste Wert der Liga."

Dortmund und Hertha kämpfen um Anschluss

Zu einem direkten Verfolgerduell kommt es zwischen dem Siebten Borussia Dortmund und dem Sechsten Hertha BSC. Der seit sieben Spielen ungeschlagene Überraschungs-Fünfte Arminia Bielefeld empfängt erst am Sonntag (17.00/live bei Arena) den VfL Wolfsburg, der seinerseits fünf Spielen nicht verloren hat.

Altbekannte Teile ihrer Erfolgsklaviatur haben die Münchner vor dem Spiel gegen Stuttgart bereits angestimmt. Dazu gehört forsch vorgetragenes Selbstbewusstsein (Magath: "Wir haben die bessere Mannschaft") ebenso wie das öffentliche Interesse an einem herausragenden Akteur des Gegners. Also war klar, dass Stuttgarts Torjäger Mario Gomez ins Gespräch gebracht wird. "Er könnte einer für uns werden", sagt Magath.

Magath hat Werder im Visier

Noch mehr aber wird in München der Stuttgarter Timo Hildebrand im Fokus stehen. Nach dem misslungenen Länderspiel am Mittwoch auf Zypern hat der Nationaltorwart die Chance, mit einer starken Leistung seine Kritiker zum Schweigen zu bringen. Veh jedenfalls zweifelt natürlich nicht an seiner Nummer eins: "Es war in Nikosia einfach ein undankbares Spiel für ihn."

Der VfB ist übrigens in dieser Saison bereits der vierte Tabellenführer, gegen den Magaths Mannschaft auflaufen muss. "Das sollte wirklich nicht zur Regel werden", meinte der Coach, "vor allem nicht in der zweiten Saisonhälfte." Im Kampf um die Meisterschaft blickt er eher nach Bremen: "Ich habe die Hoffnung, dass wir Werder noch im November abfangen können."

© SID

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