Fußball Bundesliga
Bayern kein Vorbild für Bremen und Schalke

Schalke 04 und Werder Bremen werden auch in den kommenden Jahren nicht im großen Stil investieren. Beide Klubs wollen mit punktuellen Verstärkungen und langfristigen Konzepten Bayern München Konkurrenz machen.

Die spektakuläre Einkaufstour von Rekordmeister Bayern München ist kein Vorbild für die Konkurrenten Schalke 04 und Werder Bremen. Beide Klubs wollen auch zukünftig mit Augenmaß auf dem Transfermarkt agieren. "Wir sind finanziell gesehen leider nicht der FC Bayern. Was wir machen, sind internationale Transfers der zweiten oder dritten Kategorie", sagte Werder-Sportdirektor Klaus Allofs dem kicker.

Sein Schalker Kollege Andreas Müller ergänzte: "Fußball ist immer Risiko. Da mache ich auch mit. Aber nicht auf Teufel komm raus. Wir machen nichts, was wir in drei Jahren vielleicht nicht mehr bezahlen könnten und was den Verein zurückwirft."

Müller setzt auf punktuelle Verstärkungen

In Lincoln (Galatasaray Istanbul) und Nationalstürmer Miroslav Klose (Bayern München) verloren beide Klubs in den vergangenen Wochen wichtige Stützpfeiler ihrer Mannschaften. Bei der Suche nach Ersatz soll die finanzielle Schmerzgrenze jedoch nicht überschritten werden.

"Wir haben weiter eine gute Truppe zusammen. Aber einen Spieler zu finden, der über die individuelle Klasse eines Lincoln verfügt und sie noch häufiger zeigt, das klappt nicht mit unseren derzeitigen Möglichkeiten", meinte Müller und will neben "punktuellen Verstärkungen" vor allem auf Spieler aus der eigenen Jugend setzen.

Allofs: "Das wird kein fertiger Klose"

Auch Allofs will Klose nicht durch einen internationalen Topstar ersetzen: "Klar brauchen wir Ersatz, aber das wird kein neuer Klose sein. Wir suchen einen, der sich auch so entwickelt. Aber das wird kein fertiger Klose. Das geht nicht, wenn man den internationalen Markt sieht."

Dass sich die Bayern mit ihren Transferausgaben in Höhe von rund 69 Mill. Euro übernommen haben, glaubt Allofs nicht. Dennoch sieht er die Münchener einem noch höheren Druck als in den vergangenen Jahren ausgesetzt. "Die Münchener haben bislang eine Finanzpolitik betrieben, die dazu geführt hat, dass sie gut dastehen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sie nun in Panik geraten sind, dass sie unvernünftige Dinge machen", erklärte der Bremer: "Aber jetzt geht es bei ihnen nicht nur um den Ruf. Auch für Bayern geht es jetzt um die Kasse."

© SID

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