Fußball Bundesliga
Bayern-Manager Hoeneß will Klinsmann behalten

Geht es nach Bayern-Manager Uli Hoeneß, dann soll Bundestrainer Jürgen Klinsmann seine Arbeit auch nach der WM 2006 fortsetzen.

Einen Tag nach der Niederlage der deutschen Elf im Halbfinale der Fußball-WM hat sich Manager Uli Hoeneß von Bayern München vehement für eine weitere Zusammenarbeit mit Bundestrainer Jürgen Klinsmann eingesetzt. "Jürgen Klinsmann und sein Team haben erstklassige Arbeit geleistet. Es wäre sehr, sehr wichtig für den deutschen Fußball, wenn er bei der Stange bliebe", sagte Hoeneß am Mittwoch beim Trainingsauftakt der Bayern in München.

Er würde sich sehr freuen, wenn Klinsmann und dessen Assistent Joachim Löw sowie Torwarttrainer Andreas Köpke ihre Verträge beim Deutschen Fußball-Bund verlängern würden "und den Weg bei der EM 2008 in Österreich und der Schweiz erfolgreich weiter entwickeln könnten", ergänzte Hoeneß. Klinsmann habe die Truppe übernommen, "als alles am Boden war. Er hat ihr Spielfreude beigebracht und den Fans die Freude zurückgegeben. Wir sind mit ihm äußerst zufrieden."

Deutschland war absolute Superklasse

Trotz der Niederlage lobte der Manager den Auftritt der Nationalmannschaft in höchsten Tönen. "Eines muss man deutlich sagen: Was das deutsche Team in den vergangenen Wochen geleistet hat, war absolute Superklasse. Der Unterhaltungswert und die sportliche Leistung sind nicht mehr zu toppen", sagte Hoeneß. Die Niederlage gegen Italien in der Vorschlussrunde sei "kein Beinbruch. So kann man ausscheiden, nach dem besten Spiel bei dieser WM. Da sagt man Chapeau!"

Deshalb gebe es für Klinsmann "keinen Grund, seine Arbeit nicht fortzuführen", meinte Hoeneß. Auch die Anregungen von DFB-Manager Oliver Bierhoff, dass die Bundesliga von der Nationalmannschaft lernen könnte, nahm Hoeneß wohlwollend auf. "Wir sind nicht so borniert, dass wir darüber nicht diskutieren wollten", sagte er.

Die Zusammenarbeit zwischen Nationalmannschaft und den Vereinen gelte es in Zukunft weiter zu optimieren, weil keine der beiden Seiten ohne den jeweils anderen "überleben kann". Das habe auch die WM wieder dokumentiert.

"Deutschland hat neue Fußball-Fans gewonnen"

Das Turnier hat laut Hoeneß dazu geführt, "dass Deutschland neue Fußball-Fans gewonnen hat. Die Euphorie wird auch am 10. Juli nicht schlagartig zu Ende sein, weil die geweckten Emotionen tief in den Herzen verankert sind." Von dieser - auch und vor allem dem Auftritt der deutschen Mannschaft geschuldeten - Entwicklung werden "wir alle, das ganze Land und die Fußball-Nation, noch sehr stark profitieren", glaubt Hoeneß.

Aus der "tollen deutschen Mannschaft" wollte Hoeneß"keinen Spieler herausheben. Alle Nationalspieler des FC Bayern haben ihre Leistung gebracht." Alle Spieler hätten dazu beigetragen, "dass der Stellenwert des deutschen Fußballs im Ausland wesentlich erhöht wurde", meinte Hoeneß: "Die WM wird außerdem viele junge Burschen und Mädchen dazu animieren, Fußball zu spielen, anstatt vor dem Computer zu sitzen."

© SID

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