Fußball Bundesliga
Bayern nimmt sich gegen Köln in die Pflicht

Alles andere als ein Sieg wäre für Bayern München am heutigen 28. Bundesliga-Spieltag gegen Schlusslicht 1. FC Köln eine Enttäuschung. Derweil geht es andernorts um das internationale Geschäft und den Klassenerhalt.

Der Rekordmeister will den nächsten Schritt Richtung erfolgreiche Titelverteidigung machen, das Schlusslicht hofft auf die vielleicht allerletzter Chance im Abstiegskampf: Wenn heute (15.30 Uhr/live bei Premiere) anlässlich des 28. Spieltags der Bundesliga der FC Bayern München gegen den 1. FC Köln antritt, ist der Anspruch bei den Gastgebern klar. Derweil geht der Kampf um die internationalen Plätze und gegen den Abstieg in eine entscheidende Phase. Besondere Spannung versprechen dabei die Duelle Hertha BSC gegen den VfB Stuttgart, Eintracht Frankfurt gegen Werder Bremen sowie VfL Wolfsburg gegen MSV Duisburg .

Magath warnt vor dem FC

"Gegen diesen Abstiegskandidaten muss ein Sieg her. Wir haben ein Heimspiel verloren, das reicht", sagt Bayerns formverbesserte Stürmer Roy Makaay vor dem Duell mit den abgeschlagenen Domstädtern: "Neun Punkte Vorsprung sind viel, aber das reicht noch nicht. Wir wollen so schnell wie möglich Meister werden." Trainer Felix Magath warnt zwar, dass Köln eine gefährliche Mannschaft sei, "weil bei denen nicht mehr viele an den Klassenerhalt glauben und sie keinen Druck mehr haben". Dennoch glaubt er fest an einen weiteren Heimsieg. "Wenn wir von Beginn an Druck machen, ist es sicher, dass wir Köln schlagen." Zurückgreifen kann er wohl wieder auf den zuletzt angeschlagenen Nationalkeeper Oliver Kahn, Michael Ballack ist sicher wieder dabei.

Kampf um Europa zwischen Hertha und Stuttgart

Weniger eindeutig verteilt sind die Rollen zwischen Berlin und Stuttgart. "Das ist ein vorgezogenes Endspiel um den Uefa-Cup-Platz", sagt Hertha-Manager Dieter Hoeneß. Ob dabei der wiederholt schwache Brasilianer Marcelinho mitwirken wird, ist fraglich. "Ich lasse es mir offen, ob ich ihn bringe oder nicht", sagt Trainer Götz. Beim VfB steht derweil Nationalkeeper Timo Hildebrand nach abgeklungenen Achillessehnen-Beschwerden vor der Rückkehr ins Tor.

Eine Rückkehr in die Startelf scheint bei Bremens Stürmer Ivan Klasnic unwahrscheinlich. Der zuletzt dreifache Torschütze Nelson Valdez hat sich auf Position zwei im Werder-Sturm neben Miroslav Klose gespielt. Dass sich Klasnic über die Bank-Rolle öffentlich beklagte, ist auch in der Mannschaft schlecht angekommen. "Wir sind doch hier nicht im Kindergarten", sagte etwa Nationalspieler Patrick Owomoyela, der zuweilen ebenfalls nur Reservist ist.

In Frankfurt geht es für Bremen darum, Platz drei zu festigen. Fehlen wird dabei nach wie vor Frank Baumann, auch der Einsatz von Torsten Frings ist wegen einer Wadenzerrung fraglich. Den Gastgebern fehlen derweil in Christoph Preuß, Jermaine Jones und Chris gleich drei Stammspieler. Nach zuletzt nur einem Sieg aus sieben Spielen ist die Abstiegsregion bedenklich näher gerückt. "Wir werden die Spiele gewinnen, die wir gewinnen müssen", gibt sich Trainer Friedhelm Funkel gelassen.

Wolfsburg und Duisburg unter Druck

Gehörig unter Druck stehen auch Wolfsburg und Duisburg im Tabellenkeller. MSV-Coach Jürgen Kohler spricht von "unserer allerletzten, winzigen, kleinen Chance", VfL-Manager Klaus Fuchs vom "ersten von fünf Endspielen gegen direkte Konkurrenten". Für Trainer Klaus Augenthaler, der nach der Verletzung von Kevin Hofland auf Stefan Schnoor als Abwehrchef setzt, steht fest: "Wir müssen gewinnen, das weiß die Mannschaft." Für die nötigen Tore sollen Mike Hanke und Diego Klimowicz sorgen, die wieder in die Mannschaft zurückkehren.

Wieder ins Team rücken wird beim Borussen-Duell zwischen Mönchengladbach und Dortmund Nationalspieler Christoph Metzelder für den gesperrten Markus Brzenska. Den BVB hat der 4:2-Erfolg in Hamburg selbstbewusst gemacht. "Wenn man sieben Spieltage vor Schluss gleichauf mit dem Fünften ist, muss es ein realistisches Ziel sein, Fünfter zu werden", sagt Coach Bert van Marwijk.

Abstiegskampf ist zwischen dem 1. FC Nürnberg und FSV Mainz 05 das Thema. Dass man den auch humorvoll angehen kann, hat "Club"-Coach Hans Meyer bewiesen. Dass er noch nie gegen die Mannschaft von Trainer Jürgen Klopp verloren hat, sei unbedeutend. "Das war doch mit Chemnitz und Jena noch in der 2. Liga, da war der Jürgen auch noch nicht Trainer, sondern Verteidiger und noch ein Klopper", sagte Meyer.

Zudem trifft das zuletzt unter dem Eindruck der Ermittlungen gegen Ex-Manager Reiner Calmund stehende Bayer Leverkusen auf den Abstiegskandidaten 1. FC Kaiserlautern, der die Konkurrenz laut Trainer Wolfgang Wolf "im Abstiegskampf das Fürchten lehren" wird.

© SID

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