Fußball Bundesliga
Bayern setzt im Fall Klose auf Geduld

Geht es nach Klubchef Karl-Heinz Rummenigge, dann setzt Bayern München im Pokerspiel mit Werder Bremen um Miroslav Klose auf Geduld: "Werder kann es nicht leisten, einen unzufriedenen Spieler ein Jahr durchzuziehen."

Beim erhofften Transfer von Nationalstürmer Miroslav Klose von Werder Bremen zu Bayern München setzt Karl-Heinz Rummenigge vom deutschen Rekordmeister auf den Faktor Zeit. "Da müssen wir die notwendige Geduld an den Tag legen. Seit 14 Tagen ist da Stillstand. Die Bremer wollten einen Tausch mit Podolski, das haben wir abgelehnt", sagte der Vorstands-Chef im Interview mit dem Münchner Merkur (Dienstags-Ausgabe) und fügte hinzu: "Fakt ist: Miro will zu uns, das freut uns. Ich glaube grundsätzlich, dass es noch in diesem Sommer zu dem Transfer kommen muss. Weil es sich Werder nicht leisten kann, einen unzufriedenen Spieler ein Jahr durchzuziehen."

Bremens Sportdirektor Klaus Allofs hatte im kicker jedoch nochmals betont, dass er fest vom Verbleib des zuletzt formschwachen Stürmers ausgeht. "In unseren Planungen spielt Klose weiter eine zentrale Rolle", sagte Allofs und erklärte weiter, dass Werders künftiger Kader stehe - inklusive Klose. An dem 28-Jährigen ist auch der französische Serien-Meister Olympique Lyon interessiert.

Rummenigge räumt Erfolgsdruck ein

Rummenigge sieht den FC Bayern auch ohne Klose bereits gut aufgestellt für die kommende Saison. Jetzt liege es an Trainer Ottmar Hitzfeld, Erfolge einzufahren. Ähnlich wie Manager Uli Hoeneß am vergangenen Donnerstag bei der Präsentation der beiden spektakulärsten Neuverpflichtungen, Weltmeister Luca Toni und Vize-Weltmeister Franck Ribery, räumte Rummenigge aber auch einen großen Erfolgsdruck ein.

"Es war uns klar: Wenn wir in diesem Rahmen investieren, richtet sich der Fokus auf uns. Aber das ist doch schön. Über die drei Mannschaften, die am Saisonende über uns gestanden haben, spricht keiner, über uns ganz Deutschland", sagte der 51-Jährige. Man habe mit diesen Transfers "in ganz Europa für Furore gesorgt".

Großinvestitionen keine Einmalaktion

Im Gegensatz zu Hoeneß könne er sich zudem vorstellen, dass die hohen Ausgaben keine Ausnahme bleiben. "Wir haben eine neue Philosophie: Wenn wir von einem Spieler überzeugt sind, sind wir bereit, entsprechend Geld zu investieren. Das ist für die ganze Liga eine Neuerung. Und muss bei uns jetzt keine Einmalaktion gewesen sein", erklärte Rummenigge. Die Bayern haben bislang rund 57 Mill. Euro an Ablöse in neue Spieler investiert. Zudem wurden die Spieler wohl auch mit hohen Gehältern zum Uefa-Cup-Teilnehmer gelockt.

© SID

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