Fußball Bundesliga
Bayern stoppen Hoffenheimer Höhenflug

Ein Tor in der Nachspielzeit von Luca Toni hat Bayern München zum 2:1 (0:0) im Topspiel gegen 1899 Hoffenheim verholfen. Der Rekordmeister ist nun mit dem Spitzenreiter punktgleich.

HB MÜNCHEN. Bayern München hat im "Spiel der Spiele" dank Weltmeister Luca Toni die Verhältnisse im deutschen Fußball wieder zurechtgerückt. Der deutsche Meister kam durch den Last-Minute Treffer des italienischen Nationalspielers im Gipfeltreffen der Bundesliga gegen Tabellenführer 1899 Hoffenheim zu einem hart umkämpften 2:1 (0:0)-Sieg und darf nun wieder von der angestrebten Herbstmeisterschaft träumen. Der freche Neuling, der die Allianz Arena eigentlich im Sturm erobern wollte, erlebte dagegen bei seinem Aufstieg einen kleinen Rückschlag. Allerdings bleibt die Mannschaft von Trainer Ralf Rangnick wegen der besseren Tordifferenz Spitzenreiter der Liga.

Top-Torjäger Vedad Ibisevic brachte den couragierten Aufsteiger in der 49. Minute durchaus verdient in Führung. Tobias Weis hatte den 18. Saisontreffer des Bosniers vorbereitet. Nach einer tollen Einzelleistung gelang Nationalspieler Philipp Lahm in der 60. Minute das 1:1 für die Münchner, die am Mittwoch in der Champions League nach Lyon müssen. In der zweiten Minute der Nachspielzeit schlug dann Toni zu.

Das Gipfeltreffen, das in 168 Länder live übertragen wurde, hatte im Vorfeld für derart viel Aufregung gesorgt wie wohl noch nie ein Duell am 16. Spieltag in der 46-jährigen Bundesliga-Geschichte. Und die Erwartungen an den emotionsgeladenen Kracher wurden über weite Strecken erfüllt.

69 000 Zuschauer in der ausverkauften Allianz Arena sahen ein temporeiches und rassiges Spitzenspiel, in dem Hoffenheim wie angekündigt wenig Respekt vor dem Rekordmeister zeigte und in dem von beiden Seiten das Mittelfeld oft ohne große taktische Zwänge im Eiltempo überbrückt wurde. Verschnaufpausen gab es nur selten. Die TSG 1899 konnte sich sogar Vorteile erarbeiten.

"Ich habe noch nie eine Mannschaft in München gesehen, die immer versucht, so schnell wie möglich zum Abschluss zu kommen", lobte Bundestrainer Joachim Löw die Überraschungsmannschaft aus dem 3 272-Seelen-Dorf im Kraichgau zur Pause.

Die Münchner hatten nach sieben Minuten die erste Möglichkeit, als Luca Toni und Miroslav Klose eine Hereingabe von Franck Ribery, der diesmal kaum Akzente setzen konnte, nur knapp verpassten. Doch anschließend spielte Hoffenheim seine Stärken aus.

Nach einem schnell vorgetragenen Angriff scheiterte Demba Ba an Michael Rensing. Der Sengalese übersah dabei aber den völlig freistehenden Ibisevic. Anschließend verfehlte ein Ba-Kopfball das Ziel. Die Bayern hatten in Hälfte eins die beste Möglichkeit durch Luca Toni, der nur das Außennetz traf. Oft taten sich die Münchner gegen die taktisch geschickt und aggressiv verteidigenden Hoffenheimer schwer, den entscheidenden Pass zu spielen.

Auch nach dem Wechsel zeigte der Neuling seine ganze Klasse, als Ibisevic seine erste Chance gleich verwandelte. Bayerns Abwehrspieler Massimo Oddo sah dabei nicht gut aus. Mit der Führung im Rücken wurden die Gäste noch frecher. Carlos Eduardo prüfte Rensing mit einem Weitschuss.

Von den Bayern war zunächst nicht viel zu sehen, bis sich Lahm ein Herz nahm und nach sehenswertem Solo mit einem abgefälschten Schuss von der Strafraumgrenze ausglich. Danach hatten die Bayern, die nach dem 1:1 viel Druck erzeugten, durch Toni (68. und 88.) sowie Klose (81.) weitere gute Möglichkeiten. Hoffenheim musste in der Schlussphase seinem hohen Tempo etwas Tribut zollen, hatte aber durch den eingewechselten Sejad Salihovic (87.) noch die große Chance zum Siegtreffer.

© SID

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