Fußball Bundesliga
Bayern-Stürmer Toni leidet und bangt um die WM

Weltmeister Luca Toni hat in einem Interview gestanden, dass ihn das Reservisten-Dasein bei Bayern München schmerzt. Der Italiener will sich aber in die Mannschaft zurückkämpfen.

Star-Stürmer Luca Toni vom Rekordmeister Bayern München ist sein Dasein als Tribünenhocker leid und drängt zurück in die Mannschaft von Trainer Louis van Gaal. "Ich trage viel Wut und große Enttäuschung in mir. Ich möchte Bayern helfen und mich für die WM empfehlen. Ich denke, dass ich bereit bin", sagte der 32 Jahre alte italienische Nationalspieler der Bild-Zeitung.

"Ich leide sehr, wenn ich auf der Tribüne sitze", ergänzte der Weltmeister von 2006, der unter van Gaal erst 29 Pflichtspielminuten absolviert hat und zweimal in der Drittligamannschaft des FC Bayern aushelfen musste: "Ich bin schon seit drei, vier Monaten draußen. Das ist mir in meiner Karriere noch nie passiert - außer bei Brescia nach einem Knöchelbruch."

Italiener bangt um die WM

Weil van Gaal ("Toni ist nicht fit") ihn ausdauernd ignoriert, sieht Toni seine WM-Teilnahme "absolut in Gefahr". Den FC Bayern will er dennoch (noch) nicht verlassen. "Generell will ich meinen Vertrag bis 2011 erfüllen. Aber wenn ich nicht mehr das Vertrauen der Leute spüre, die mich beruflich umgeben, dann setzt man sich an einen Tisch und versucht, eine Lösung zu finden", sagte er.

Er verstehe van Gaal durchaus, ergänzte Toni. "Er hat fünf Stürmer zur Auswahl und denkt derzeit, dass ich derjenige bin, der am wenigsten in Form ist." Aber: "Ich fühle mich wieder richtig gut. So wie im ersten Jahr bei Bayern." In der Saison 2007/08 hatte Toni in 46 Pflichtspielen 39 Tore erzielt.

Mannschaft steht hinter Toni

Von seinen Mannschaftskameraden werde er derzeit hervorragend unterstützt, meinte Toni, abseits des Rasens mangele es ihm jedoch an Hilfe. "Als alles gut für mich lief, war mein Boot ständig voll, viele Leute tummelten sich dort, amüsierten sich. Und nun, da es schwieriger für mich wurde, ist das Boot immer leerer geworden. Ich habe in der Krise erkannt, wer meine echten Freunde sind", sagte er.

© SID

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