Fußball Bundesliga
Bayern und Bremen wittern die große Chance

Schalke und Stuttgart wieder nur remis - die Verfolger lauern auf ihre Chance: Der Sieger des heutigen Bundesliga-Spitzenspiels zwischen Bayern München und Werder Bremen ist wieder richtig dick drin im Meisterrennen.

Nach dem Sieg gegen Hertha BSC Berlin in der Bundesliga und dem Erreichen des Viertelfinals der Champions League will der deutsche Rekordmeister Bayern München am Sonntag seine richtungsweisende Woche der Wahrheit krönen. Im Duell gegen Herbstmeister Werder Bremen (17.00 Uhr/live bei arena) soll dem Erzrivalen aus dem Norden eins ausgewischt, die Titelambitionen unterstrichen und der Druck auf Tabellenführer Schalke 04 weiter erhöht werden.

"Das wird ein heißes Spiel", verspricht Bayern-Trainer Ottmar Hitzfeld: "Wir haben die große Chance, zu Hause etwas Boden gut zu machen. Das muss unser Ziel sein." Nationalspieler Philipp Lahm ergänzt: "Wir wollen den Sieg und haben eine gute Chance, weil wir gut drauf sind. Wenn wir gewinnen, ist es eine perfekte Woche." Für seinen Bremer Kollegen Thomas Schaaf ist es keine Überraschung, dass der Titelverteidiger nun wieder aussichtsreich in den Meisterschaftskampf eingreift. "Das habe ich immer gesagt und wurde belächelt", erklärte der 45-Jährige: "Wir müssen top drauf sein, um in München zu bestehen."

In der Vorrunde hatten die Bremer dem Konkurrenten von der Isar eine empfindliche 1:3-Niederlage zugefügt. Von der Galaform im Oktober waren die Hanseaten zuletzt allerdings weit entfernt. Dennoch haben auch sie im Europacup mit dem 1:0-Erfolg am Donnerstag bei Celta Vigo neues Selbstvertrauen geschöpft. "Zuletzt hatten wir wieder mehr gute Situationen im Spiel", meinte Coach Thomas Schaaf.

Die Rückkehr von Sergej Barbarez

Ein emotionales Wiedersehen wird es im Hamburger WM-Stadion geben, wenn Sergej Barbarez mit Bayer Leverkusen zu seiner "alten Liebe" Hamburger SV zurückkehrt. Der Bosnier konnte sich im Sommer nach sechs Jahren bei den Norddeutschen mit der sportlichen Führung nicht auf einen neuen Vertrag einigen. "Das war enttäuschend", erklärte der 35-Jährige, der sich dennoch ein Jubelverbot auferlegt hat: "Wenn ich ein Tor schieße werde ich nicht auf dem Feld herumhüpfen. Der Respekt vor dem HSV verbietet es mir."

Die Hamburger werden vor dem Duell mit den Rheinländern derweil einmal mehr von Personalnot geplagt. In Juan Pablo Sorin, Matthias Abel, Guy Demel und Vincent Kompany steht Trainer Huub Stevens eine komplette Vierer-Abwehrkette verletzungsbedingt nicht zur Verfügung. David Jarolim ist zudem gelbgesperrt. "Die Ausfälle sind nicht wichtig. Wichtig ist nur, wer am Sonntag auf dem Platz steht. Wir haben weiter nur Endspiele vor uns. Sonntag steht das nächste an", meinte Stevens.

Immerhin signalisierte Kapitän Rafael van der Vaart, dass er zur Verfügung steht. "Ich denke es sollte mit meinem Einsatz klappen", sagte der niederländische Nationalspieler, der in den vergangenen Tagen von einer Wadenzerrung geplagt worden war. Der HSV-Erfolgsgarant erzielte in den vergangenen vier Spielen fünf Tore und war damit maßgeblich für die jüngste Siegesserie der Hanseaten verantwortlich.

© SID

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