Fußball Bundesliga
Bayern und Klinsmann einigen sich auf Abfindung

Knapp drei Monate nach seiner Entlassung haben sich Jürgen Klinsmann und Bayern München auf eine Abfindung geeinigt. Damit ist der laufende Vertrag mit sofortiger Wirkung beendet.

Rekordmeister Bayern München und sein vor drei Monaten gefeuerter Trainer Jürgen Klinsmann haben sich einvernehmlich auf eine Abfindung geeinigt. Damit ist der bis zum 30. Juni 2010 laufende Anstellungsvertrag mit sofortiger Wirkung beendet. Über die Inhalte der Auflösungsvereinbarungen wurde laut Pressemitteilung des Vereins Stillschweigen vereinbart.

Klinsmann war Ende April bei den Bayern entlassen worden. Er soll pro Jahr eine Summe von unter fünf Mill. Euro kassiert haben. Bayern-Manager Uli Hoeneß hatte erklärt, dass man auf eine billigere Abfindungs-Lösung hoffe, wenn Klinsmann einen neuen Klub finde. Ob der mit seiner Familie weiter in München beheimatete Ex-Bundestrainer ein neues Engagement in Aussicht hat - zum Beispiel in England - ist ungewiss.

Klinsmann-Engagement dauert nur zehn Monate

Bayern hatte das Kapitel Klinsmann am 27. April nach nicht einmal zehn Monaten beendet. "Das beste Konzept nützt nichts, wenn nicht irgendwann Ergebnisse kommen", hatte Manager Uli Hoeneß dazu erklärt. Sein Kurzzeit-Nachfolger Jupp Heynckes übte deutlichere Kritik: "Bei Jürgen Klinsmann war für mich klar: Sie können nicht am offenen Herzen operieren, wenn sie noch nie an einem Operationstisch gestanden haben. Den Trainerberuf muss man genauso erlernen wie andere Berufe. Der Fußball kann nicht neu erfunden werden. Erfahrung ist letztlich unbezahlbar."

Klinsmann hatte nach seiner Entmachtung bekannt, dass "der Stachel im ersten Moment tief" gesessen habe. Die Schuld am Scheitern auf seiner ersten Station als Klubtrainer sei jedoch nicht nur bei ihm zu suchen. Die vielen Transfers nach der Verpflichtung des neuen Trainer Louis van Gaal zeigten "überdeutlich, dass offensichtlich nicht der Trainer alleine schuld war an den Niederlagen der vergangenen Saison - wie es so oft dargestellt wurde."

Die zahlreichen Transfers fand Klinsmann "wirklich bemerkenswert": Der FC Bayern werde fast eine komplett neue Mannschaft haben, dies beweise, behauptete der ehemalige Bundestrainer, "dass man im Nachhinein meiner Analyse gefolgt ist". Uli Hoeneß hatte diese Darstellung dementiert. Klinsmann habe nie den Namen eines Spielers genannt, den er gerne verpflichten wolle.

© SID

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