Fußball Bundesliga
Bayern zunächst ohne "Robbery" in Dortmund

Die Borussia kann aufatmen. Bayern München wird am fünften Spieltag heute in Dortmund zunächst nicht mit der Flügelzange Robben/Ribery auflaufen. Der Franzose ist noch nicht fit.

Die Bundesliga-Konkurrenz zittert vor "Robbery", doch Bayern Münchens Trainer Louis van Gaal wird heute bei Borussia Dortmund (15.30 Uhr/live bei Sky und Liga total) wohl zunächst nur 50 Prozent seines neuen Traumduos Arjen Robben und Franck Ribery aufs Feld schicken. "Es ist immer möglich, dass beide spielen. Aber Robben ist fitter. Die Chance, dass er spielt, ist größer", meinte van Gaal am Freitag kurz angebunden und dürfte mit seiner Einschätzung beim zuletzt ohnehin übellaunigen Ribery nicht gerade für Freudensprünge gesorgt haben.

Mit harscher Kritik an van Gaal hatte sich Ribery in die Länderspielpause verabschiedet, dann eine Wadenverletzung erlitten und am Mittwoch beim 1:1 der "Equipe Tricolore" in Serbien nur 13 Minuten auf dem Feld gestanden. Für van Gaal offenbar zu viele Misstöne und zu wenig Einsatzzeit des Spaßfußballers Ribery. Obwohl der Franzose den deutschen Meister VfL Wolfsburg vor zwei Wochen gemeinsam mit Robben fast im Alleingang zerlegt hatte. Auch gegen den VfL war Ribery allerdings erst von der Bank ins Spiel gekommen.

Das gleiche Schicksal wie die Wolfsburger will der BVB aber mit allen Mitteln verhindern. "Wenn es nach mir geht, wird das eine Vollgas-Veranstaltung. Wir werden uns mit allem wehren, was uns zur Verfügung steht", meint Dortmunds Trainer Jürgen Klopp und Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke ergänzt: "In der Offensive ist Bayern auf einer Ebene mit Real Madrid. Trotzdem wird es für sie bei uns kein Selbstläufer. Wir haben 80 000 Fans im Rücken und werden mit brutaler Leidenschaft versuchen, die Sensation zu schaffen."

Hamburg und die Kreuzband-Misere

Bei Tabellenführer Hamburger SV ist vor dem Duell mit dem VfB Stuttgart eine regelrechte Kreuzband-Krise ausgebrochen. Innerhalb von einer Woche riss der sensible Knie-Stabilisator zunächst bei Defensivallrounder Collin Benjamin, dann bei Stürmer Paolo Guerrero. Besonders der monatelange Ausfall des Angreifers, der schon sechs Pflichtspiel-Treffer erzielte, könnte die bisher beste Offensive der Liga ins Wanken bringen.

"Das ist ein schwerer Schlag für uns. Paolo war eines unserer Schwergewichte und hat einen großartigen Start hingelegt", meinte HSV-Trainer Bruno Labbadia, der nun wohl vermehrt auf den rund zehn Mill. Euro teuren Zugang Marcus Berg setzen wird: "Für uns alle muss gelten: Jetzt erst recht. Alle müssen am Samstag 90 Minuten Gas geben und das Stadion zu einer Festung werden lassen." Mit einem Sieg winkt immerhin der beste HSV-Start der Bundesliga-Geschichte.

Der VfB will diese Pläne allerdings durchkreuzen und eine gelungene Generalprobe für den Champions-League-Auftakt am kommenden Mittwoch gegen den schottischen Meister Glasgow Rangers feiern. Schon am Dienstag sind die Wolfsburger in der "Königsklasse" gegen Zska Moskau dran. Nach zuletzt zwei Niederlagen in Folge wollen sich die Niedersachsen heute im Duell der Werksklubs gegen Bayer Leverkusen wieder ein wenig Selbstvertrauen für ihr Debüt auf höchster europäischer Klub-Ebene zurückholen.

Veh hofft auf seinen Kapitän

"Zunächst gilt unsere gesamte Konzentration dem Spiel in der Bundesliga. Wir wollen die vergangenen beiden Partien vergessen machen und einen Heimsieg einfahren", kündigt VfL-Coach Armin Veh an und hofft, gegen Bayer wieder auf seinen Mannschaftskapitän Josue (Knieoperation) zurückgreifen zu können.

Im Fokus dürfte allerdings vor allem die Sturmbesetzung der Wolfsburger stehen. Nach schwachem Saisonstart hat das Angriffsduo Grafite/Edin Dzeko, das in der vergangenen Spielzeit insgesamt 54-mal ins Schwarze traf, seinen Status der Unantastbarkeit offenbar verloren. Da Zugang Obafemi Martins zudem in die Startelf drängt, droht Dzeko wohl die Bank. Zumal der 23-Jährige unter der Woche für die bosnische Nationalelf im Einsatz war.

Die angespannte Situation beim Meister dürfte Leverkusen in die Karten spielen. "Wolfsburg steht unter Druck", sagt Bayer-Coach Jupp Heynckes: "Sie werden uns mit ihrer geballten Offensivkraft direkt attackieren. Meine Mannschaft kann sich an sehr starken Gegnern hochziehen." Sollte dieser Klimmzug zu einem Sieg führen, könnte Leverkusen bei einem Patzer des HSV sogar die Tabellenspitze übernehmen.

© SID

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