Fußball Bundesliga
Beckenbauer: Eher Dortmund als Mainz

Franz Beckenbauer und Christian Nerlinger sehen die Dortmunder als ernstzunehmenden Titelkandidaten. Vor dem Spiel beim BVB nimmt der "Kaiser" die Bayern-Offensive in die Pflicht.

Franz Beckenbauer traut Borussia Dortmund in der Bundesliga eher den großen Wurf zu als dem derzeitigen Tabellenführer Mainz 05. "Die Mainzer spielen mitreißend, aber ihnen kann es gehen wie den Hoffenheimern vor zwei Jahren, als sie Herbstmeister wurden und dann abstürzten. Die Dortmunder sind mit ihrer jungen Mannschaft, auch durch die internationale Erfahrung, weiter", sagte der Ehrenpräsident des deutschen Rekordmeisters Bayern München, der am Sonntag (17.30 Uhr/Sky und Liga total!) beim BVB antreten muss, der Bild-Zeitung.

Beckenbauer sprach von einem "sehr wichtigen Spieltag" und warnte den Rekordmeister, den Abstand zur Spitze zu groß werden zu lassen: "Klar ist: Sollten die Bayern nach der Vorrunde so weit hinten liegen, wäre das nicht mehr aufholbar."

Bayern-Präsident Uli Hoeneß sagte, er habe die Sorge, dass bei den Bayern im Moment "zu viel Harmonie" herrsche: "Hier liegen sich alle in den Armen, aber sie gewinnen ihre Spiele nicht."

Das Problem ist die Offensive

Das Problem des Titelverteidigers sieht der "Kaiser" in der Offensive. "Erst fünf Tore in sechs Spielen - das kann nicht der Anspruch des FC Bayern sein", sagte Beckenbauer und nannte Jungstar Toni Kroos als negatives Beispiel: "Toni Kroos zum Beispiel kann auch viel mehr, als er zuletzt zeigte. Er spielt mir zu zurückhaltend, müsste mehr Risiko wagen mit seinen Pässen."

Auch Bayern-Sportdirektor Christian Nerlinger lobte Borussia Dortmund vor dem direkten Duell. "Die Arbeit der Verantwortlichen dort hat viel Respekt verdient. Anders als noch in früheren Jahren kann der BVB in dieser Saison ein Wörtchen im Meisterkampf mitreden", sagte der gebürtige Dortmunder in einem Interview mit Zeitungen der WAZ-Gruppe.

Für die Bayern bezeichnete Nerlinger die Situation in der Bundesliga als "alarmierend", gab sich aber dennoch selbstbewusst. "Wir sind immer noch die beste Mannschaft in Deutschland. Genau das haben die Bayern schon immer gezeigt, wenn es darauf ankommt - also auch am Sonntag." Er sei zuversichtlich, dass die Mannschaft "ihr wahres Gesicht" zeige.

© SID

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