Fußball Bundesliga
Beckenbauer: "Sagnol wird vom Team mitgeschleppt"

Kein gutes Haar lässt Bayern-Präsident Franz Beckenbauer nach dem 1:1 im Spitzenspiel gegen Werder Bremen an Willy Sagnol. Der Franzose werde vom Rest der Mannschaft mitgeschleppt.

Mit Kritik an Willy Sagnol hat sich Bayern Münchens Präsident Franz Beckenbauer zu Wort gemeldet. Gleichzeitig bedauert der "Kaiser" das Fehlen eines Spielmachers beim deutschen Rekordmeister. "Uns war klar, dass auf dieser Position ein Diego fehlt. Wir haben von Anfang an gemerkt, dass der Diego einzigartig ist. Auch in der ganzen Bundesliga. Mir fällt da niemand Vergleichbares ein, so einen haben wir einfach nicht", sagte Beckenbauer der Sport Bild.

Der FC Bayern hatte sich vor der Saison bewusst auf ein System ohne klassischen Spielmacher festgelegt. "Wir haben versucht, das über die Seiten auszugleichen, über die Flügel zu kommen. Doch da haben wir gesehen, dass wir da Probleme haben, wenn eine Abwehr gut steht", erklärte der "Kaiser". Vor allem Franck Ribery, der am Sonntag gegen Bremen (1:1) verletzt ausgefallen war, könne nicht gleichwertig ersetzt werden.

"Die linke Seite versucht es wenigstens, ist aktiver. Aber da ist keiner, der mit links flanken kann. Aber das brauchst du eben", meinte Beckenbauer. Und rechts sei "einfach zu wenig. Willy Sagnol ist einfach noch nicht so weit." Im Moment müsse man klar sagen: "Sagnol wird von der Mannschaft mitgeschleppt. Dadurch ist der rechte Flügel blockiert."

Lob äußerte der Bayern-Präsident über den 18 Jahre alten Toni Kroos: "Er ist ein kluger Spieler, kann den Ball behandeln, hat einen guten Schuss und das Auge für die Mitspieler. Ich bin der Meinung, so einen kannst du bedenkenlos von Anfang an spielen lassen."

© SID

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