Fußball Bundesliga
Beckenbauer wettert gegen "Söldner-Mentalität"

Die "Söldner-Mentalität" im deutschen Fußball hat Präsident Franz Beckenbauer von Meister Bayern München übel aufgestoßen. Um die Entwicklung zu stoppen, fordert der 61-Jährige einen höheren Anteil deutscher Spieler.

Franz Beckenbauer hat sich für einen höheren Anteil deutscher Spieler pro Mannschaft ausgesprochen und zudem die wachsende "Söldner-Mentalität" angeprangert. "Bei vielen Profis herrscht inzwischen eine Söldner-Mentalität. Klappt´s beim einen nicht, gehe ich halt zum nächsten. Ich weiß nicht, wie lange sich die Vereine eine solche Einstellung gefallen lassen", schrieb der Präsident von Bayern München in seiner Bild-Kolumne (Dienstags-Ausgabe) und führte dabei den Hamburger SV als warnendes Beispiel auf.

"Fans sehnen sich nach Persönlichkeiten"

"Zu viele Spieler aus verschiedenen Ländern, die sich kaum richtig verständigen können - das kann für das Auseinanderfallen eines Teams sorgen, wenn kein starker Kern von einheimischen Spielern vorhanden ist. So erleben wir es ja gerade in Hamburg. Die Fans sehnen sich nach Persönlichkeiten wie Uwe Seeler, der sein Herzblut für den HSV gegeben hat und ihm immer treu war", meinte der "Kaiser" weiter.

Beckenbauer plädierte dafür, dass in jeder Elf sechs Akteure stehen müssen, die für die einheimische Nationalmannschaft spielberechtigt sind: "Fifa und Uefa haben das Problem ja erkannt. Ich unterstütze den Plan, die 6+5-Regel einzuführen. Ich hoffe, dass die EU-Politik den Fußball nicht stoppt bei einer notwendigen Reform."

© SID

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