Fußball Bundesliga
Beckenbauer widerspricht van Gaal in Ribery-Frage

Franck Ribery sorgt weiter für Zwist bei Bayern München. Franz Beckenbauer kritisierte erneut Trainer van Gaal und bemängelte den Einsatz des Franzosen auf der zentralen Position.

Im Dauerstreit um die Position von Franck Ribery bei Rekordmeister Bayern München hat sich Franz Beckenbauer erneut gegen die Meinung von Trainer Louis van Gaal gestellt. "Ich glaube, dass Ribery zentral zu viele Probleme auf sich zukommen sieht. Da ist es viel zu eng, und für sein Spiel braucht er Platz. Den hat er natürlich auf dem Flügel, da fühlt er sich wohl und hat dort auch seine besten Spiele gemacht. Man muss ja sehen, wo der Spieler seine Stärken hat", sagte ran-Experte Beckenbauer in Sat.1.

Wenn der Trainer sage, dass er in der Mitte spielen solle, werde es der französische Superstar Ribery tun: "Mit welchem Aufwand er das tun wird, das wird man dann sehen." Beckenbauer sagte, dass er selbst neugierig sei, wie die ganze Sache ausgehe.

Ribery: "Ziehe es vor, links zu spielen"

Van Gaal sieht Ribery als Zehner zentral hinter den Spitzen. Der Mittelfeld-Zauberer will dagegen am liebsten wieder nach außen rücken. "Ich habe zwar diese Position zentral schon gespielt, ziehe es aber vor, auf links zu spielen", hatte Ribery gesagt und begründete dies so: "Ich fühle mich dort wohler, da habe ich mehr Platz. Von dort aus kann ich meine Dribblings machen, von dort aus kann ich gefährliche Situationen kreieren. Darüber will ich mit dem Trainer auch sprechen."

Manager Uli Hoeneß stellt sich im Gegensatz zu Beckenbauer aber hinter den Trainer. "Ein Grande spielt in der Zentrale. Das waren ein Maradona, Pele, Cruyff oder Zidane. Franck kann in diese Region vorstoßen. Dann würde er sich sogar abheben von Lionel Messi oder Cristiano Ronaldo", sagte Hoeneß der Sport Bild: "Das ist seine große Chance. Wenn er das versteht, wird das vieles ändern."

Der 58 Jahre alte Niederländer van Gaal hat sich in der vergangenen Woche in einem Interview allerdings schon ein Hintertürchen offen gelassen: "Wenn es nicht klappt, kann ich das System auch wieder ändern."

Nerlinger beklagt Zustand der Nationalspieler

Sportdirektor Christian Nerlinger beklagt unterdessen die physischen Probleme bei mehreren seiner Topleute. "Wir haben gesehen, dass der körperliche Zustand unserer Nationalspieler nicht gut ist, erst recht nach der anstrengenden Aserbaidschan-Reise", sagte Nerlinger der Sächsischen Zeitung.

Der Bundesligastart sei nicht zufriedenstellend gelaufen, so Nerlinger und verteidigte den Verzicht auf mehrere Stars beim Testspiel am Dienstagabend in Görlitz: "Es ist besser, wenn die Spieler mal durchschnaufen können. Deshalb haben sie frei bekommen. " Aus der Startelf von der Bundesliga-Partie gegen Werder Bremen am vergangenen Samstag war beim lockeren 10:0 gegen den Sechstligisten nur Nationalstürmer Miroslav Klose dabei.

Laut Nerlinger mussten nach zwei Unentschieden in der Meisterschaft Prioritäten gesetzt werden. "In Mainz muss ein Sieg her und dann kommt Wolfsburg", so Nerlinger.

© SID

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