Fußball Bundesliga
Beckenbauer will Hamburgs van der Vaart

Bayern-Präsident Franz Beckenbauer hat sich für eine Verpflichtung von HSV-Spielmacher Rafael van der Vaart ausgesprochen. "Wenn er auf dem Markt sein sollte, sollte man sich um ihn bemühen", so der "Kaiser".

Rafael van der Vaart ist ein Kandidat für Bayern München. Das streicht Präsident Franz Beckenbauer trotz eindeutiger Absagen von HSV-Sportchef Dietmar Beiersdorfer heraus. "Vom Typ her würde er passen. Er hat die Kreativität, die wir brauchen. Wenn er auf dem Markt sein sollte, denke ich, sollte man sich um ihn bemühen", sagte Bayern-Präsident Franz Beckenbauer der Sport Bild (Mittwoch-Ausgabe).

Auch Trainer Ottmar Hitzfeld findet van der Vaart interessant - wie auch Regisseur Diego und Stürmer Miroslav Klose von Werder Bremen. Jeder dieser Spieler würde zu den Münchnern passen, sagte der Coach. "Wir brauchen Kreativspieler in unserem Kader. Wir müssen die spielerische Klasse unserer Mannschaft gerade im Mittelfeld deutlich erhöhen", ergänzte Hitzfeld mit Blick auf die Spielmacher Diego und van der Vaart.

Van der Vaarts Vertrag beim HSV läuft noch bis zum 30. Juni 2010, der 24-Jährige könnte den Verein allerdings im Sommer 2009 für eine festgeschriebene Ablösesumme in Höhe von 1,5 Mill. Euro verlassen. Die Hamburger denken aber gar nicht daran, van der Vaart abzugeben, sie wollen mit ihm vielmehr in Kürze verlängern.

Berater Lerby verschiebt Verhandlungen

Van der Vaarts Berater Sören Lerby, ehemaliger Bayern-Profi und -Trainer sowie Freund von Bayern-Manager Uli Hoeneß, hat die Verhandlungen mit dem Klub aber auf Ende Mai verschoben. "Wir haben uns bis nach der Saison vertagt, es muss alles analysiert werden. Rafael fühlt sich in Hamburg wohl. Aber Rafael will sicher auch mal um die Meisterschaft spielen", sagte Lerby.

Neben van der Vaart steht auch Nationalspieler Klose weiter ganz oben auf der Einkaufsliste der Bayern. "Rein vom Sportlichen will der FC Bayern viele deutsche Nationalspieler stellen, von daher müssen wir Spieler wie Klose im Auge behalten. Und dass ich von ihm viel halte, ist kein Geheimnis. Er ist ein exzellenter Stürmer, er hat alles, was er braucht", sagte Hitzfeld.

Beckenbauer hält es für dringend notwendig, die Mannschaft für die kommende Saison zu verstärken. "Das ist uns im letzten Jahr nicht gelungen, im Gegenteil", sagte er. Diese Aussage wolle er aber nicht als Kritik an Hoeneß oder Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge verstanden wissen. "Besser als unsere Führung arbeitet, geht nicht. Das ist auf der ganzen Welt anerkannt. Es ist geradezu grotesk, wenn man sagt, sie arbeitet zweitklassig", sagte er. Der "Kaiser" bezeichnete Hoeneß als den besten Manager, "den es gibt".

© SID

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