Fußball Bundesliga
Berlin gewinnt in Frankfurt

Eintracht Frankfurt unterlag Hertha BSC Berlin am letzten Bundesliga-Spieltag 1:2 (0:0). Kevin-Prince Boateng und Marko Pantelic erzielten die Berliner Treffer in der sportlich bedeutungslosen Partie.

Hertha BSC Berlin hat nach einer miserablen Rückrunde die schlechteste Abschlussplatzierung in der Bundesliga seit dem Wiederaufstieg 1997 vermeiden können. Das Team aus der Hauptstadt kam nach zuvor drei Niederlagen in vier Spielen bei Eintracht Frankfurt zu einem 2:1 (0:0). Mit seinem 14. Saisontor sorgte Marko Pantelic in der 87. Minute für den Hertha-Sieg. Zuvor hatte Kevin-Prince Boateng (47.) die Gäste in Führung gebracht, Albert Streit mit einem direkt verwandelten Freistoß ausgeglichen (60.).

Nur Absteiger Borussia Mönchengladbach sammelte in der Rückrunde weniger Punkte als die Hertha (15 Zähler in 17 Partien), bei der Trainer Karsten Heine wohl vor der Ablösung steht. Unter dem 52-Jährigen, der Mitte April Nachfolger des entlassenen Falko Götz geworden war, holten die Berliner lediglich sieben von möglichen 18 Punkten und verloren sämtliche drei Heimpartien. Laut Manager Dieter Hoeneß will die Hertha bis Ende Mai den Coach für die kommende Spielzeit präsentieren.

Kein Elfmeter für Frankfurt

Die 50 500 Zuschauer im Frankfurter WM-Stadion sahen eine durchwachsene Partie, in der beiden Teams zunächst anzumerken war, dass es für sie um nichts mehr ging. Die Eintracht, bei der vor dem Abpfiff Ex-Nationalspieler Marko Rehmer (Vertrag nicht verlängert) verabschiedet wurde, war lange Zeit die aktivere Mannschaft. Der in den letzten Woche starke Benjamin Köhler hätte bereits in der 9. Minute für die Führung der Gastgeber sorgen können. Doch der Mittelfeldspieler wurde von Hertha-Keeper Christian Fiedler und Malik Fathi am Abschluss gehindert und musste danach verletzt ausgewechselt werden. Der mögliche Elfmeterpfiff von Schiedsrichter Günter Perl (München) blieb aber aus.

In der Folge war die Eintracht fast nur noch bei Standards gefährlich. Kurz vor der Pause hatte Michael Fink allerdings noch die große Chance zum 1:0. Boateng (11.) sowie der emsige Gilberto (25.) fanden bei Weitschüssen ihren Meister in Eintracht-Keeper Oka Nikolov. Allerdings ermöglichte der frühere mazedonische Nationaltorhüter den Gästen kurz nach der Pause die Führung, als er einen durchaus haltbaren Schuss von Boateng aus 22 Metern und spitzem Winkel passieren ließ. Es war das zweite Saisontor des 20-Jährigen.

© SID

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