Fußball Bundesliga
Bielefeld verdirbt VfB-Coach Veh den Einstand

Die Entlassung von Giovanni Trapattoni hat Stuttgart nicht in die Erfolgsspur zurückgeführt. Bei Arminia Bielefeld verlor der VfB mit 1:2 (1:1) und wartet auch unter Armin Veh auf den ersten Rückrundenerfolg.

Ausgerechnet beim Debüt des neuen Trainers Armin Veh hat der VfB Stuttgart seine erste Auswärtsniederlage in der laufenden Bundesliga-Saison hinnehmen müssen. Im ersten Spiel unter dem erst am Freitag als Nachfolger des entlassenen Giovanni Trapattoni verpflichteten Coach verloren die Schwaben bei Arminia Bielefeld mit 1:2 (1:1) und damit weiter wichtigen Boden im Kampf um einen Uefa-Cup-Platz. Unter Trapattoni war der VfB in neun Spielen auf des Gegners Platz ohne Niederlage geblieben und hatte nur fünf Gegentore kassiert.

Arminia macht großen Schritt Richtung Klassenerhalt

Bielefeld machte durch den ersten Bundesliga-Erfolg im Jahr 2006 und den ersten Sieg gegen die Stuttgarter seit August 1997 mit nun 24 Punkten einen vielleicht vorentscheidenden Schritt in Richtung Klassenerhalt. Matchwinner für die Ostwestfalen war der Ghanaer Isaac Boakye, der beide Treffer (31., 50.) und damit nun alle fünf Pflichtspieltore der Arminen in diesem Jahr erzielte. Der zwischenzeitliche Ausgleich und damit zumindest das erste Tor des VfB in 2006 gelang dem Schweizer Ludovic Magnin (37.), der ebenso wie Markus Schuler und Jesper Grönkjaer im Verlaufe der Partie die Gelbe Karte sah. Dieses Trio ist am nächsten Wochenende gesperrt.

Vor etwa 18 000 Zuschauern hatte Veh die Mannschaft ähnlich defensiv eingestellt wie sein Vorgänger Trapattoni. Der Däne Jon Dahl Tomasson agierte zurückgezogen hinter der einzigen Spitze Mario Gomez, der Serbe Danijel Ljuboja blieb zunächst nur auf der Bank. Zudem erwischte Fernando Meira im zentralen Mittelfeld einen ganz schwachen Tag, so dass das Aufbauspiel der Schwaben kaum vorhanden war. So sahen die Zuschauer eine enttäuschende erste Halbzeit mit nur zwei nennenswerten Torgelegenheiten, denen jedoch prompt auch zwei Treffer entsprangen.

Stuttgart profitiert von Hains Patzer

Zunächst drückte Boakye einen verunglückten Schuss von Marco Küntzel aus kurzer Distanz über die Linie. Dabei stand der Stürmer nicht im Abseits, da VfB-Youngster Andreas Beck es in seinem ersten Profispiel aufhob. Nur sechs Minuten später waren die Gäste jedoch wieder im Spiel, als Magnin das Gewühl nach der ersten Ecke der überhaupt ausnutzte: der Außenverteidger hielt aus 18 Metern einfach drauf und überwand Arminia-Keeper Mathias Hain mit einem nicht unhaltbaren Aufsetzer.

Nach der Pause war zunächst Bielefeld das engagiertere Team und wurde prompt belohnt. Nachdem Nationaltorwart Timo Hildebrand gegen Ioannis Masmanidis noch pariert hatte, schob Boakye den Ball ins leere Tor. Erst jetzt wachte der VfB auf und stemmte sich vehement gegen die Niederlage.

© SID

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