Fußball Bundesliga
Boateng-Wechsel zu Tottenham perfekt

Kevin Boateng und Hertha BSC Berlin gehen ab sofort getrennte Wege. Was sich bereits abgezeichnet hatte, wurde nun durch einen Auflösungsvertrag endgültig. Bereits am Samstag wird der 20-Jähirge in Tottenham vorgestellt.

Von seinem ersten Besuch bei seinem neuen Arbeitgeber Tottenham Hotspur zeigte sich Kevin Boateng sichtlich beeindruckt. Mit glänzenden Augen kehrte der scheidende Profi des Bundesligisten Hertha BSC aus London nach Berlin zurück. "Es war großartig. Ich habe dort eine Trainingseinheit bestritten und sofort zu den Spielern Kontakt gefunden", sagte der 20 Jahre alte Junioren-Nationalspieler. Mit dem Ex-Leverkusener Dimitar Berbatow unterhielt sich Boateng auf Deutsch, "ansonsten habe ich englisch gesprochen. Das kann ich fast perfekt, weil ich es zu Hause mit meinem Vater gesprochen habe."

Am Mittwoch unterschrieb der Jung-Profi, der für eine Summe von 7,4 Mill. Euro an die White Hart Lane wechselte, seinen Auflösungsvertrag bei der Hertha. Am Donnerstag heiratet er seine Freundin Jenny in der Hauptstadt, ehe es Freitag zurück nach London geht. "Die Flitterwochen haben wir verschoben. Am Samstag habe ich schon meinen ersten Auftritt. Da werde ich im Testspiel gegen den FC Turin vorgestellt", erklärte Boateng, der in London zunächst im Hotel wohnt.

Die Unstimmigkeiten mit seinem Ex-Klub Hertha sind für den zentralen Mittelfeldspieler abgehakt. "Ich hoffe, dass mein Bruder Jerome Hertha verlässt. Der Klub muss nach den vielen Abgängen jede Menge neue Spieler verpflichten. Am besten auch ganz schnell", mahnte das Eigengewächs des Hauptstadt-Klubs.

Hoeneß zum Handeln gezwungen

Manager Dieter Hoeneß kehrte derweil von Verhandlungen mit Wunschspielern des neuen Trainers Lucien Favre aus Österreich und der Schweiz zurück. Mit rund elf Mill. Euro kann Hoeneß auf Spielersuche gehen. "Vier oder fünf neue Spieler brauchen wir noch", ließ der Manager wissen.

Ganz oben auf der Wunschliste stehen die Mittelfeldspieler Veli Kavlak (18) von Rapid Wien und Fabian Lustenberger (19) vom FC Luzern. Nach den üppigen Einnahmen ist auch der brasilianische Stürmer Raffael vom FC Zürich, dem Ex-Klub von Herthas neuem Coach Lucien Favre, wieder ein Thema. Für ihn müssten die Berliner allerdings bis zu sieben Mill. Euro bezahlen.

Sollte Jerome Boateng die Berliner noch verlassen, hätte der Klub einen Aderlass von zwölf Akteuren zu verkraften. Kevin Boateng bringt für den Hauptstadt-Verein den zweithöchsten Transfererlös der Klubgeschichte ein. Mehr Geld gab es nur für Sebastian Deisler, der 2002 für neun Mill. Euro zu Rekordmeister Bayern München gegangen war.

© SID

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