Fußball Bundesliga
Bochum erobert die Tabellenspitze

Zumindest bis Samstag hat sich der VfL Bochum an die Tabellenspitze der Bundesliga gesetzt. Das Team von Trainer Marcel Koller kam im Freitagspiel des dritten Spieltags zu einem 2:1 (1:0) gegen den Hamburger SV.

Der VfL Bochum hat den Höhenflug des Hamburger SV beendet und ist exakt fünf Jahre nach seinem letzten Gipfelsturm an die Tabellenspitze der Bundesliga zurückgekehrt. Die Westfalen bezwangen den HSV nach einer kämpferischen Klasseleistung mit 2:1 (1:0) und verdrängten damit mindestens bis zum Samstag Rekordmeister Bayern München von Platz eins. Die Hamburger, die vor dem dritten Spieltag neben den Bayern das einzige Team mit zwei Siegen waren, verpassten dagegen ihrerseits den Sprung an die Spitze.

Stanislav Sestak brachte die Bochumer in der 45. Minute in Führung, für HSV-Torhüter Frank Rost war es das erste Gegentor nach 577 Minuten. Daniel Imhof erzielte gerade 19 Sekunden nach seiner Auswechslung in der 83. Minute mit einem Gewaltschuss aus 25 Metern in den Winkel das 2:0.

Zu diesem Zeitpunkt spielte der HSV bereits in Unterzahl, weil Verteidiger Vincent Kompany in der 60. Minute nach einem groben Foulspiel an Tommy Bechmann die Rote Karte gesehen hatte. Der Belgier fehlt den Hanseaten damit am kommenden Sonntag im Spiel gegen die Bayern. Den Schlusspunkt setzte HSV-Kapitän Rafael van der Vaart, der einen von Sestak an David Jarolim verschuldeten Foulelfmeter zu seinem zweiten Saisontor verwertete (86.).

Jarolim: "Wir hatten uns mehr erhofft"

"Ich denke schon, dass wir die Tabelle mal fotografieren. Die sieht ja sehr schön aus", meinte VfL-Trainer Marcel Koller, der die mentale Frische seiner Spieler als entscheidenden Vorteil ausmachte. "Wir hatten uns hier mehr erhofft und sind enttäuscht", sagte HSV-Mittelfeldspieler David Jarolim.

30 549 Zuschauer sahen ein hitziges Spiel, das zwar arm an Tormöglichkeiten, aber dennoch spannend war. Die Bochumer kauften den Gästen von Beginn an den Schneid ab. Das Team von Trainer Marcel Koller war konsequenter und bissiger in den Zweikämpfen und übte fast ständig Druck auf den ballbesitzenden Gegner aus.

Van der Vaart fiel nach dem offiziellen Abschluss des Wechseltheaters kaum auf. Der Niederländer, der am vergangenen Sonntag gegen Bayer Leverkusen noch den 1:0-Siegtreffer erzielt hatte, kam aber nicht als einziger HSV-Spieler bei der rustikalen Bochumer Gangart immer wieder in Bedrängnis.

Torchancen waren aber auf beiden Seiten zunächst Mangelware. Die erste Möglichkeit hatte der HSV, als Mohamed Zidan in der 34. Minute nach einem Sololauf nur das Außennetz traf. Die Bochumer Führung kurz vor der Pause war verdient. Einen Einwurf von Philipp Bönig leiteten Christoph Dabrowski und Joel Epalle weiter, und der Slowake Sestak schob aus kurzer Distanz ein.

HSV-Trainer Huub Stevens, der immer wieder wild gestikulierend an der Seitenlinie auftauchte, hatte die selbe Startelf aufgeboten wie gegen Leverkusen. Koller tauschte im Vergleich zum 2:1-Sieg bei Energie Cottbus drei Spieler aus und brachte Bönig für Martin Meichelbeck, Marc Pfertzel für Matias Concha sowie Danny Fuchs für Dennis Grote.

© SID

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