Fußball Bundesliga
Bochum macht Klassenerhalt in Hamburg perfekt

Der VfL Bochum hat am 32. Spieltag auch die letzten rechnerischen Zweifel im Abstiegskampf beseitigt. Beim Hamburger SV kamen die Westfalen zu einem 3:0 (0:0). Es trafen Top-Torjäger Gekas, Grote und Misimovic.

Der VfL Bochum hat mit dem dritten Auswärtssieg in Folge endgültig den Klassenerhalt in der Bundesliga geschafft. Der von Marcel Koller trainierte Aufsteiger feierte am Samstag ein 3:0 (0:0) beim Hamburger SV und hat nach dem insgesamt fünften Erfolg in der Fremde mit nunmehr 42 Punkten sogar noch berechtigte Chancen auf den UI-Cup-Platz. Auch der HSV (39) kann trotz der vierten Heimniederlage der Saison bei sechs Punkten Vorsprung auf die Abstiegsplätze vor den letzten beiden Spielen für die kommende Erstliga-Spielzeit planen.

Theofanis Gekas mit seinem 20. Saisontor (61.), Dennis Grote (66.) und Zvjezdan Misimovic mit einem Handelfmeter (80.) waren für den VfL erfolgreich. Für den HSV, dessen Vorstandsvorsitzender Bernd Hoffmann drei Siege aus den letzten drei Partien gefordert hatte, sind damit die Träume von einer möglichen UI-Cup-Teilnahme endgültig ausgeträumt.

HSV-Trainer Huub Stevens hatte in der Partie nach seinen drei "Jokertoren" in Folge erstmals Stürmer Paolo Guerrero neben Ivica Olic im Angriff aufgeboten und erhoffte sich damit mehr Durchschlagskraft. Der Peruaner konnte allerdings seinen Anspruch auf einen Stammplatz nicht unterstreichen. Gegen die sehr konzentriert verteidigenden Gäste gab es insbesondere in der ersten Halbzeit kaum ein Durchkommen für die Hanseaten, die trotz der im eigenen Stadion oft enttäuschenden Leistungen erneut von 57 000 Zuschauern angefeuert wurden.

Die Bochumer taten im Grunde überhaupt nichts für das Spiel, sondern beschränkten sich ausschließlich darauf, ihre Chance bei Kontern zu suchen. Die Elf von Trainer Marcel Koller machte die Räume für den HSV sehr eng. Den Hanseaten fehlten die spielerischen Mittel, um diese massierte Deckung zu knacken. Die beste Chance für die Hamburger hatte im ersten Durchgang Rafael van der Vaart in der 42. Minute, als sein Schuss aus 17 Metern nur knapp das Tor verfehlte. Auf der Gegenseite waren die Gäste bei ihren seltenen Gegenangriffen jederzeit brandgefährlich. So verpasste Gekas (15.) aus kurzer Distanz, Torwart Frank Rost klärte gegen Christoph Dabrovski (33.), und in der 43. Minute hätten sich die Hamburger nicht beschweren können, wenn es beim Zweikampf von Guy Demel gegen den frei vor Rost auftauchenden Gekas einen Elfmeter gegeben hätte.

Die Hamburger verstärkten nach Wiederbeginn weiter den Druck, erhöhten aber auch das Risiko, in einen VfL-Konter zu laufen. Guerrero (47.), Demel (55.) und Alexander Laas (59.) hatten bei ihren Schussversuchen auch ein wenig Pech, dass sie das VfL-Tor nicht trafen. Den ersten Konter in der zweiten Halbzeit nutzte Gekas dann eiskalt zu seinem 20. Saisontreffer. Die Vorentscheidung fiel nur fünf Minuten später, als Joris Mathijsen den Schuss von Grote unhaltbar für Rost abfälschte.

© SID

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