Fußball Bundesliga
Bochumer Blitzstart schockt Bayer

Der VfL Bochum hat gegen verunsicherte Leverkusener in der Bayarena mit 4:1 (3:0) gewonnen und sich aus dem Tabellenkeller geschossen. Der Werksverein kassierte schon die zweite herbe Pleite innerhalb von vier Tagen.

Drei Tage nach der höchsten Europacup-Heimniederlage der Klubgeschichte folgte für Bayer Leverkusen nun in der Bundesliga der nächste herbe Rückschlag. Die Mannschaft von Trainer Michael Skibbe kassierte am Ostersonntag ein 1:4 (0:3) gegen den abstiegsbedrohten VfL Bochum, verteidigte aber immerhin den fünften Tabellenplatz.

Anfangsphase komplett verschlafen

Vor 22 500 Zuschauern in der ausverkauften Bayarena verschliefen die Hausherren, die aus den vorangegangenen fünf Spielen 13 Punkte geholt hatten, wie schon am vergangenen Donnerstag beim 0:3 im Viertelfinalhinspiel gegen CA Osasuna die Anfangsphase komplett und gerieten innerhalb von nur 14 Minuten durch ein Eigentor von Verteidiger Karim Haggui (8.), Anthar Yahia (16.) und den griechischen Torjäger Theofanis Gekas (22.) vorentscheidend in Rückstand. Erneut Gekas gelang eine Minute vor dem Ende sogar noch der vierte Treffer.

Der Grieche, der sich Spekulationen zufolge bereits mit Leverkusen über ein Engagement ab der kommenden Saison einig sein soll, führt die Torjägerliste der Bundesliga mit nunmehr 16 Treffern an. Für die erneut auf ganzer Linie enttäuschende Bayer-Elf konnte lediglich der bis dahin schwache Nationalstürmer Stefan Kießling treffen (61.). Als ob die Niederlage nicht schon genug gewesen wäre, muss Coach Skibbe im kommenden Bundesligaspiel beim deutschen Meister Bayern München auf Nationalspieler Bernd Schneider verzichten, der seine fünfte Gelbe Karte sah. Dazu erhielt Kießling in der 80. Minute von Schiedsrichter Peter Gagelmann die Rote Karte. Bochum auf der anderen Seite konnte nach zuvor zwei Auswärtsniederlagen in Folge einen wichtigen Erfolg im Kampf um den Klassenerhalt feiern und verbesserte sich mit 33 Punkten auf den elften Platz.

Bayer an allen Gegentoren selbst beteiligt

Ähnlich wie bei der herben Heimschlappe gegen spanischen Erstligisten Osasuna, die trotz des noch ausstehenden Rückspiels am kommenden Donnerstag (12. April) wohl das Aus im diesjährigen Uefa-Cup bedeutet, präsentierte sich Bayer Leverkusen unkonzentriert und war praktisch an allen Gegentoren selbst beteiligt. In der achten Minute fälschte Karim Haggui eine Linksflanke von Bochums Dennis Grote ins eigene Netz ab. In der 16. Minute setzte sich VfL-Spielmacher Zvjezdan Misimovic an der rechten Auslinie in Höhe des Bayer-Strafraums gegen zwei Leverkusener Spieler durch und holte einen Freistoß heraus. Die folgende Flanke von Grote verwandelte Yahia per Kopf. In der 22. Minute unterlief Haggui ein haarsträubender Fehler bei einem Rückpassversuch zu Torhüter Rene Adler, den Gekas erlief, Adler ausspielte und ins leere Netz einschob. Danach verließen einige der gefrusteten Bayerfans bereits das Stadion, um sich bei einem Bier oder einer Bratwurst zu erholen.

Direkt nach dem 0:3 nahm Michael Skibbe den ersten Wechsel vor und brachte für Haggui den ukrainischen Nationalstürmer Andrej Woronin, doch es änderte sich kaum etwas. In der zweiten Hälfte zeigten die Gastgeber deutlich mehr Engagement und hatten damit in der 61. Minute Erfolg. Kießling drückte einen Ball aus einem Meter über die Bochumer Torlinie. Danach scheiterte der Brasilianer Juan freistehend mit einem Kopfball an Bochums Torhüter Jaroslav Drobny, und Bernd Schneider hatte wenig später mit einem Schuss an die Latte Pech (70.).

© SID

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