Fußball Bundesliga
Born von Bremer Aufsichtsrat entlastet

Der ehemalige Vorstandsboss Jürgen L. Born ist vom Aufsichtsrat des Bundesligisten Werder Bremen entlastet worden. Born waren Unregelmäßigkeiten bei Spielertransfers vorgeworfen worden.

Der Aufsichtsrat des Bundesligisten Werder Bremen hat seinen ehemaligen Vorstandsboss Jürgen L. Born in der Affäre um angebliche Unregelmäßigkeiten bei Spielertransfers entlastet. "Auf dieser Grundlage sieht der Aufsichtsrat von Werder Bremen keine Beweise dafür, dass Herr Born Werder Bremen einen wirtschaftlichen Schaden zugefügt hat", hieß es in einer Mitteilung des Gremiums. Der Verein hatte eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft aus Frankfurt am Main damit beauftragt, die Vorfälle zu untersuchen.

Im entsprechenden Abschlussbericht hieß es, Born sei an der Verpflichtung des peruanischen Stürmers Roberto Silva 2001 "nicht unmittelbar beteiligt" gewesen. Die 50 000 Dollar, die er vom Spielerberater Carlos Delgado erhalten habe, habe er "im Auftrag von Herrn Delgado an eine namentlich bekannte Person weitergeleitet, die den Empfang dieser Zahlung schriftlich bestätigt hat".

Gleiches gelte für die 20 000 Euro, die Born 2003 bei der Vertragsverlängerung des heutigen Dortmunders Nelson Valdez auf das Konto seines Sohnes Maximilian erhalten und ordnungsgemäß weitergereicht habe. Die 20 000 Dollar, die Born "im gleichen Zeitraum" erhalten habe, stünden "in keinem sachlichen Zusammenhang mit der Vertragsverlängerung".

Born hatte die Vorwürfe stets zurückgewiesen, war nach ihrem Bekanntwerden im März aber dennoch von seinem Vorstandsposten zurückgetreten, um weitere Imageschäden vom Klub fernzuhalten.

Differenzen zwischen Lemke und Schulz ausgeräumt

Desweiteren erklärte Werder die Differenzen zwischen Aufsichtsratsmitglied Hans Schulz und dem Vorsitzenden Willi Lemke für ausgeräumt. "Mir wurden einige Formulierungen zugeschrieben, die ich nicht gemacht habe", erklärte Schulz: "Ich habe das Verhalten von Willi Lemke nicht als "Unverschämtheit" bezeichnet und auch nicht gesagt, dass er das Verfahren "verschleppt". Ich habe auch nicht davon gesprochen, dass Willi Lemke sich bei Jürgen Born "entschuldigen" muss."

Es tue ihm leid, "dass durch diese zum Teil falsch wiedergegebenen Sätze so viel Unruhe entstanden ist". Lemke erklärte, er nehme die Entschuldigung an.

© SID

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