Fußball Bundesliga
Bremen siegt trotz Ailton-Treffer in Duisburg

Trotz eines Gegentreffers von Ailton siegte Werder Bremen mit 3:1 (1:1) beim MSV Duisburg. Der Aufsteiger verlor zudem Pablo Caceres (Gelb-Rot) und Blagoy Georgiew (Rot/Schiedsrichterbeleidigung) durch Platzverweis.

Titelaspirant Werder Bremen hat seine Aufholjagd in der Bundesliga fortgesetzt und sich zugleich drei Tage nach der 1:3-Heimschlappe in der Champions League gegen Olympiakos Piräus ein wenig rehabilitiert. Die Hanseaten kamen bei Aufsteiger MSV Duisburg zu einem 3:1 (1:1)-Sieg und holten damit zehn Punkte aus den letzten vier Liga-Partien. Der MSV kassierte dagegen die fünte Niederlage in Serie und bleibt mit sechs Punkten auf einem Abstiegsplatz.

Vor 30 000 Zuschauern in der MSV-Arena lief für Werder zunächst alles nach Plan. Bereits in der siebten Minute markierte der Däne Daniel Jensen die Werder-Führung, als er auf Zuspiel von Petri Pasanen aus kurzer Entfernung einschoss. Doch acht Minuten später sorgte ausgerechnet der Ex-Bremer Ailton, der erstmals in dieser Saison der Startelf angehörte, für den überraschenden Ausgleich.

Nachdem die Duisburger aber nach der Gelb-Roten Karte für Pablo Caceres (55.) in Unterzahl agierten, machten Boubacar Sanogo (56.) und Leon Andreasen (87.) den Bremer Sieg perfekt. In der 75. Minute sah der Duisburger Blagoy Georgiew wegen Schiedsrichter-Beleidigung die Rote Karte, womit die "Zebras" nur noch acht Feldspieler aufbieten konnten.

Drei Tage nach der Heimschlappe gegen Piräus präsentierte sich Werder aber noch längst nicht wieder in Bestform. Die Norddeutschen diktierten zwar über weite Strecken das Spielgeschehen, hatten aber bei den überfallartigen Duisburger Kontern immer wieder ihre Probleme.

So hatte Ailton kurz vor der Pause sogar die große Chance zur Führung, als er Naldo aussteigen ließ, dann aber am Bremer Schlussmann Christian Vander scheiterte. In dieser Szene und auch bei seinem Tor ließ der Stürmer, der in sechs Jahren 88 Ligatreffer für Werder erzielte und 2004 Torschützenkönig wurde, nochmal seine alte Klasse aufblitzen. Unübersehbar war aber auch, dass Ailton in Sachen Schnelligkeit und Fitness noch längst nicht der Alte ist. Sein Trainingsrückstand nach der Bauchmuskelverletzung machte sich jedenfalls in einigen Szenen bemerkbar. In der 65. Minute wurde Ailton ausgewechselt.

Die Bremer machten dagegen zuwenig aus ihrer Feldüberlegenheit und drängten vor allem im ersten Durchgang nicht konsequent genug auf den zweiten Treffer. So hatte Torsten Frings mit Schüssen von der Strafraumgrenze (18. und 24.) zwei gute Chancen, Per Mertesacker verfehlte per Kopf knapp das Ziel (9.).

In der zweiten Halbzeit sahen die Zuschauer ein unverändertes Bild. Werder drückte, Duisburg wartete auf Konter. Dabei brachte der Duisburger Caceres die Gäste mit zwei dummen Fouls auf die Siegerstraße. Der Treffer von Sanogo auf Zuspiel von Mertesacker fiel nur Sekunden nach der Gelb-Roten Karte.

© SID

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