Fußball Bundesliga
Bremen und Frankfurt trennen sich torlos

Werder Bremen und die Eintracht aus Frankfurt haben sich am 12. Spieltag der Bundesliga torlos getrennt. Theofanis Gekas konnte seine Führung der Torschützenliste nicht ausbauen.

Die Einstellung und das Engagement stimmten, aber nicht das Ergebnis. Werder Bremen kam im Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt trotz einer geschlossenen Mannschaftsleistung nicht über ein 0:0 hinaus und steckt damit weiterhin in der sportlichen Krise. Seit fünf Pflichtspielen sind die Norddeutschen nunmehr in Folge sieglos und bleiben im Mittelfeld der Tabelle stecken. Die Hessen setzen sich dagegen nach dem achten Spiel hintereinander ohne Niederlage weiter in der Spitzengruppe fest.

Am Tag vor dem Spiel gab es bereits einen weiteren Rückschlag für die Bremer. Stürmer Hugo Almeida meldete sich mit einer Grippe ab. Da auch Claudio Pizarro (Muskelfaserriss) fehlt, bot Trainer Thomas Schaaf Sandro Wagner neben Marko Marin als Spitze auf. Die Durchschlagskraft im Angriff fehlte damit jedoch. Trotzdem blieb Problemfall Marko Arnautovic blieb trotz der Personalnot bis zur 67. Minute auf der Bank.

Nach vier Pflichtspielpleiten in Folge mit dem 0:6 in Stuttgart letzte Woche als absolutem Tiefpunkt versuchten die Norddeutschen Aufbruchstimmung zu erzeugen. "Zusammenreissen!" forderten die treuesten unter den rund 34 000 Fans auf einem großen Spruchband. Im Stadionheft lautete der Titel: "Jetzt erst recht."

Schaaf sieht Aufwärtstrend

Werder-Coach Thomas Schaaf erkannte im Gegensatz zur Niederlage gegen die Schwaben zumindest einen Aufwärtstrend: "Wir hätten natürlich gerne drei Punkte geholt. Wichtig ist aber, dass wir die richtige Reaktion nach dem Spiel in Stuttgart gesehen haben. Es lief bei weitem noch nicht alles rund, aber wenn wir so weitermachen, werden wir uns auch wieder belohnen. Das war ein ganz guter Start, aber es muss alles noch besser werden. Das wissen wir."

Die Gastgeber begannen auch entsprechend druckvoll und motiviert gegen die nach Borussia Dortmund erfolgreichste Mannschaft der letzten Wochen. Insbesondere Marin wirbelte in der Anfangsphase, hatte aber in der 4. Minute Pech, als er freistehend im Strafraum einen halbhohen Steilpass nicht kontrollieren konnte. In der 8. Minute klärte Eintracht-Keeper Oka Nikolov glänzend einen Fernschuss des kleinen Nationalspielers.

Nach dem abschließenden Eckball war der Eintracht-Schlussmann durch einen Kopfball vom umstrittenen Linksverteidiger Mikael Silvestre bereits geschlagen. Ein Frankfurter Spieler klärte aber am langen Pfosten auf der Linie.

Eintracht setzt auf Konter

Mit dem ersten gefährlichen Angriff hätte Torjäger Theofanis Gekas allerdings für die Gästeführung sorgen können. Verteidiger Sebastian Prödl rutschte auf dem Rasen aus und ermöglichte dem Griechen damit freie Bahn Richtung Tor. Gekas legte sich zum Glück für Werder jedoch den Ball zu weit vor, sodass Torwart Tim Wiese erfolgreich eingreifen konnte. In der 33. Minute dann Glück für die Frankfurter, als ein Kopfball von Marin nur Zentimeter über das Tor strich.

Auch nach der Pause übernahmen die Hausherren das Kommando, während die Eintracht auf Konter setzte und damit durch einen Kopfball von Gekas (49.) wiederum eine gute Chance hatte. Die Frankfurter Innenverteidiger Marco Russ und Maik Franz machten einen guten Job, und auch nachdem Franz zur Pause gegen Aleksandar Vasoski ausgewechselt werden musste, gab es für die Grün-Weißen kaum ein Durchkommen. Eintracht-Coach Michael Skibbe war dementsprechend mit dem Punktgewinn seines Teams zufrieden. "Ich bin mit dem Punkt sehr zufrieden, den wir hier erkämpft haben. Wir wussten, dass Werder sehr viel in dieses Spiel investieren wird. Leider haben wir nicht an die spielerisch guten Leistungen der letzten Spiele anknüpfen können. Mit der kämpferischen und läuferischen Leistung bin ich aber sehr zufrieden", sagte Skibbe.

Die Bremer versuchten deshalb zunehmend ihr Glück mit Fernschüssen, hatten damit aber kein Glück. So parierte Nikolov in der 71. Minute glänzend gegen Daniel Jensen, sechs Minuten später gegen Wesley.

© SID

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