Fußball Bundesliga
Bremen, VfB und BVB - Die Angst vor dem Fehlstart

Mit Meister VfB Stuttgart, Werder Bremen und Borussia Dortmund stehen drei Bundesligateams vor dem dritten Spieltag schon mit dem Rücken zur Wand und wollen mit Siegen einen totalen Fehlstart abwenden.

In Meister VfB Stuttgart, Zuschauer-Krösus Borussia Dortmund und Champions-League-Kandidat Werder Bremen stehen drei prominente Teams der Bundesliga schon vor dem dritten Spieltag mit dem Rücken zur Wand - die Schonzeit ist vorbei. "Es ist ein gefährliches Spiel", bekennt VfB-Sportdirektor Horst Heldt vor der Partie der Schwaben heute (15.30 Uhr/live bei Premiere) gegen Aufsteiger MSV Duisburg.

Nur mit einem Sieg gegen den Aufsteiger kann der Titelverteidiger einen kompletten Fehlstart in die neue Saison noch abwenden. Dabei könnte Torjäger Mario Gomez erstmals in dieser Saison seinen Teamkollegen helfen. Deutschlands "Fußballer des Jahres", seit Wochen wegen Muskelproblemen pausierend, gehört zumindest wieder zum VfB-Kader.

Bei den Gästen hat sich Rudi Bommer bereits dafür entschieden, Starstürmer Ailton zunächst nur auf die Bank zu setzen. "Es geht um den Erfolg der Mannschaft, und ich stelle nur nach Leistung auf", sagt der MSV-Coach, der aber grundsätzlich von den Fähigkeiten des mittlerweile 34 Jahre alten Brasilianers überzeugt ist: "Er hängt sich rein, er wird noch durchstarten."

Bremen geht weiter am Stock

Bei Werder Bremen hätte der "Kugelblitz" angesichts der personellen Nöte seines ehemaligen Arbeitgebers einen Platz in der Startformation sicher. Die noch sieglosen Hanseaten müssen beim 1. FC Nürnberg auf Neuzugang Boubacar Sanogo im Sturmzentrum verzichten, weitere Leistungsträger wie die Nationalspieler Torsten Frings und Tim Borowski stehen ebenfalls nicht zur Verfügung.

Typisch für die Norddeutschen, dass gerade in dieser angespannten Situation die Verhandlungen über eine Vertragsverlängerung mit Trainer Thomas Schaaf fast bis zum Abschluss gebracht wurden. Über den exakten Zeitpunkt der Unterschrift ließ sich der 46-Jährige allerdings nichts entlocken und blieb kurz angebunden: "Keine Stellungnahme."

Gereizte Stimmung auch beim punktlosen Tabellenschlusslicht Borussia Dortmund, erneut läuft man beim einstigen Champions-League-Gewinner Gefahr, einen kapitalen Fehlstart hinzulegen und im Rennen um einen Platz im internationalen Wettbewerb schon früh ins Hintertreffen zu geraten. "Die Spieler müssen wieder Härte gegen sich selbst zeigen", fordert BVB-Coach Thomas Doll vor dem Heimspiel gegen Energie Cottbus.

Die Lausitzer aber, derzeit fünf Tabellenränge vor Dortmund platziert, wollen den Platzherren kräftig in die Suppe spucken. Trainer Petrik Sander: "Wenn wir lange ein 0:0 halten, kippt vielleicht die Stimmung." Erst im März gewann Energie beim BVB mit 3:2.

Hannover fährt mutig zu den "Überbayern"

Die Wiederholung eines Husarenstückes aus der vergangenen Saison plant auch Hannover 96. Die Niedersachsen setzten sich im Vorjahr bei Bayern München mit 1:0 durch, und der damalige Torschütze Szabolcs Huszti hält eine Neuauflage durchaus für möglich: "In der Bundesliga kann jeder jeden schlagen." 96-Trainer Dieter Hecking frech: "Die Bayern sind besser als letztes Jahr - wir aber auch." Folgerichtig warnt Karl-Heinz Rummenigge vor Leichtfertigkeiten. "Wir dürfen nicht überheblich werden", sagt der Vorstandsvorsitzende des deutschen Rekord-Meisters."

Noch auf das erste Tor der Saison wartet Bayer Leverkusen. Trainer Michael Skibbe dachte sogar schon laut darüber nach, das Saisonziel zu revidieren. Inzwischen ist er zurückgerudert und betont: "Unser Ziel bleibt der fünfte Platz." Gegen den Aufsteiger Karlsruher SC soll endlich der erste Sieg gelingen.

© SID

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