Fußball Bundesliga
Bremen vor Herbstmeisterschaft, Westduell beim BVB

Während Borussia Dortmund heute um 17 Uhr Bayer Leverkusen zum Hinrundenabschluss erwartet, will Werder Bremen mit einem Heimsieg gegen den VfL Wolfsburg die Herbstmeisterschaft klar machen.

Zwei Trainer, zwei Schicksale - während Thomas Schaaf mit Werder Bremen die Herbstmeisterschaft feiern will, stehen die Zeichen für Bert van Marwijk bei Borussia Dortmund auf Abschied. Nach nur zwei Heimsiegen in der Vorrunde ist die Position des Niederländers, dessen Abgang zum Saisonende schon beschlossene Sache ist, schon vor der Partie am heutigen Sonntag (17.00 Uhr/live bei arena) gegen Bayer Leverkusen alles andere als gefestigt.

"Jeder Spieler trägt ein Stück Frust mit sich herum", beschreibt Mittelfeldspieler Florian Kringe die Stimmungslage bei den Westfalen. Die Fans wollen ihr Team am Sonntag nach Vorbild der Anhänger von Erzrivale Schalke 04 sogar für 19 Minuten und neun Sekunden nicht anfeuern. Anders als sein weit erfolgloserer Hamburger Kollege Thomas Doll genoss van Marwijk zuletzt keine großen Sympathien mehr. Deshalb rechnet so mancher Beobachter damit, dass das Spiel gegen Leverkusen die Abschieds-Vorstellung des Niederländers beim BVB sein wird.

Noch populärer als Doll beim HSV ist Thomas Schaaf an der Weser, und mit einem Sieg über den Nordrivalen VfL Wolfsburg am Sonntag (17 Uhr/live bei arena) könnte der Vize-Meister die allerletzten Zweifel an der sechsten Herbstmeisterschaft für die Hanseaten zerstreuen. Schaaf: "Wir wollen uns das Recht erspielen, uns über Weihnachten und den Jahreswechsel mal zurückzulehnen und die Beine baumeln zu lassen."

"Es liegt nur an uns"

Dabei ist die Partie gegen die seit fünf Begegnungen sieglosen Niedersachsen für den 45-Jährigen alles andere als ein Selbstläufer. "Wir werden viel Druck aufbauen müssen, um in der starken Wolfsburger Defensive eine Lücke zu finden", erklärte Schaaf. Doch Mittelfeldspieler Torsten Frings tönte bereits: "Es liegt nur an uns. Wenn wir jetzt immer 100 Prozent bringen, gibt´s keine Frage, wer den Titel holt. Da können Bayern, Schalke und die anderen machen, was sie wollen." In Wolfsburg ist jedenfalls der Respekt vor der vom Brasilianer Diego dirigierten Werder-Offensive groß. Mittelfeldspieler Tom van der Leegte hofft daher auf Unterstützung: "Einer allein kann Diego nicht halten."

Das größte Problem der Gäste, die aber schon viermal im Weserstadion gewinnen konnten, könnte also der Südamerikaner sein, in Leverkusen fürchtet man sich nach dem kräftezehrenden Spiel am Donnerstag im Uefa-Pokal vor einem konditionellen Einbruch. "Der Kräfteverschleiß ist enorm, die Pause tut Not, aber in Dortmund müssen wir noch mal alles rausholen, was drin ist", forderte Bayer-Coach Michael Skibbe.

© SID

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