Fußball Bundesliga
Bundesliga-Alltag nach Europapokal-Woche

Für den Hamburger SV und Werder Bremen ist nach den Niederlagen in der Champions League Wiedergutmachung in der Bundesliga angesagt. Die Hamburger treffen auf Dortmund, Bremen muss gegen Stuttgart ran.

Nach den Pleiten in der Champions League hoffen Werder Bremen und der Hamburger SV am heutigen Samstag (15.30 Uhr/live bei arena) auf Wiedergutmachung. Unterdessen bläst Rekordmeister Bayern München am vierten Bundesligaspieltag zum Angriff auf die Spitze und Alemannia Aachen will mit seinem neuen Trainer Michael Frontzeck raus aus dem Keller.

Der HSV, mit drei Unentschieden enttäuschend gestartet, reist zu Angstgegner Borussia Dortmund. Nur eine der jüngsten zwölf Partien gegen den BVB gewannen die Hansestädter, doch Trainer Thomas Doll verunsichert weder das 1:2 gegen den FC Arsenal, noch die Serie von neun Pflichtspielen ohne Sieg. "Wir durchlaufen ein kleines Tal, werden das aber gegen Dortmund drehen", meint er.

Gegen die Londoner sei "der Spirit, der uns in der vergangenen Saison ausgezeichnet hat, zurückgekehrt", meint Doll: "Das ist ein gutes Zeichen." Der Coach schenkt Rotsünder Sascha Kirschstein nach wie vor sein Vertrauen. "Ich habe nicht eine Sekunde daran gedacht, ihn draußen zu lassen und bin überzeugt, dass er sich schnell fangen wird", sagt er über den Torhüter.

Der will zeigen, "dass man mir zurecht das Vertrauen schenkt" und der ersatzgeschwächten Truppe, die ohne Rafael van der Vaart, Thimothee Atouba, Juan Pablo Sorin, Colin Benjamin und Guy Demel antritt, ein sicherer Rückhalt sein. Auch die Borussia hat Sorgen mit dem Personal. Christoph Metzelder, Sebastian Kehl und Martin Amedick werden sicher fehlen, der Einsatz von Christian Wörns und Steven Pienaar ist fraglich. Roman Weidenfeller warnt: "Der HSV hat Feuer bekommen und wird mit sehr viel Schaum vor dem Mund bei uns antreten. Wir müssen höllisch aufpassen."

Werder will Pleitenserie beenden

"Endlich zeigen, was wir können", will Bremen laut Miroslav Klose im "Schlüsselspiel" gegen den VfB Stuttgart. Nach drei Pleiten in Liga, Pokal und "Königsklasse" in Serie soll der dritte Saisonsieg her. Die Chancen stehen gut, glaubt Torsten Frings: "Beim 0:2 in Chelsea haben wir uns spielerisch deutlich gesteigert. Das müssen wir nun bestätigen, um oben dran zu bleiben."

Der formschwache Ivan Klasnic und Per Mertesacker fallen wohl aus, die Stuttgarter müssen auf Fernando Meira verzichten. "Es wird alles andere als einfach, im Weserstadion zu bestehen", sagt Trainer Armin Veh, dessen auf Platz 15 abgerutschte Elf zumindest auf einen, den vierten Punkt hofft.

Mindestens ein Remis peilt auch Aachen im Derby gegen Borussia Mönchengladbach an. Michael Frontzeck, der neue Coach der Alemannen, trifft dabei auf seinen Ex-Klub, für den er 213 seiner 436 Spiele in der Bundesliga bestritt. "Wir brauchen Emotionen", fordert er, "aber es es macht keinen Sinn, dass wir überdreht über das Dach hüpfen." Personell kann Frontzeck nahezu aus dem Vollen schöpfen, nur Stürmer Szilard Nemeth (Lungenentzündung) wird fehlen. Die Borussia kann wieder auf Oliver Neuville zurückgreifen, Trainer Jupp Heynckes erwartet dennoch "einen heißen Tanz und ein enges Spiel".

Bayern mit Selbstvertrauen zu Angstgegner Bielefeld

Die Bayern sehen ihrer Partie bei Arminia Bielefeld ebenfalls mit Respekt entgegen. "Bielefeld ist ein Pflaster, wo wir uns schon immer schwer getan haben", sagt Trainer Felix Magath. Nur zwei der letzten sechs Ligaspiele auf der Alm gewann der Rekordmeister, und Arminia-Coach Thomas von Heesen verspricht, die Pokal-Pleite beim FC Pfullendorf mit "Teamgeist, Leidenschaft und Disziplin" vergessen zu machen. Doch Bayerns Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge kündigte nach dem 4:0 gegen Spartak Moskau an: "Jetzt wollen wir auch in der Bundesliga an die Spitze."

Dort steht der 1. FC Nürnberg, der den Vorletzten VfL Bochum empfängt. "Wir wollen gegen den zukünftigen deutschen Meister unsere Möglichkeiten nutzen", sagt VfL-Coach Marcel Koller mit ironischem Unterton und gibt als "Minimalziel einen Punkt" aus. Club-Trainer Hans Meyer erwartet bei seinem 100. Spiel in der Eliteklasse "ein kompliziertes Spiel". Marek Mintal könnte es Nürnberg erleichtern. Der Ex-Torschützenkönig wird nach langer Leidenszeit erstmals seit dem 28. Januar von Beginn an spielen. Zum Duell der Pokal-Versager kommt es bei Energie Cottbus gegen Mainz 05.

© SID

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