Fußball Bundesliga
Bundesliga hält ihr Geld beisammen

Das Transferkarussell dreht sich nur gemächlich: Außer Mönchengladbach und Stuttgart haben die Bundesligisten für Neue in der Winterpause bisher nicht tief in die Tasche gegriffen.

Die ganz großen Transfer-Kracher haben die Bundesligisten zumindest bis Silvester nicht präsentiert. Gaben die Vereine vor einem Jahr noch etwa 48 Mill. Euro für Wintereinkäufe aus, fahren die meisten Manager angesichts der Finanzkrise derzeit den Sparkurs. Einzig Tabellenschlusslicht Borussia Mönchengladbach ging bereits auf große Shoppingtour und griff dabei anders als die Konkurrenz nicht in der Schnäppchen-Abteilung zu.

Rund fünf Mill. Euro gaben die "Fohlen" für die vier Neuzugänge Tomas Galasek (Banik Ostrau), Dante Bonfim Castro (Standard Lüttich), Paul Stalteri (Tottenham Hotspur) und Logan Bailly (KRC Genk) aus. "Die fehlende Balance ist wiederhergestellt. Jetzt gibt es nur ein Ziel. Wir wollen in der Bundesliga bleiben", sagte Sportdirektor Max Eberl.

Stuttgart mit dem teuersten, Hoffenheim mit dem bekanntesten Neuen

Den bislang teuersten Spieler verpflichtete jedoch der VfB Stuttgart am Dienstag. Die Schwaben zeigten sich bei Junioren-Nationalspieler Timo Gebhart gar nicht geizig und überwiesen geschätzte drei Mill. Euro an Zweitligist 1 860 München. "Mein Ziel war immer die Bundesliga. Ich möchte meine Stärken einbringen und den Sprung zum Stammspieler schaffen", sagte der 19-Jährige.

Der prominenteste Neuzugang der Winterpause kommt allerdings zum Nulltarif. Der ehemalige Nationaltorhüter Timo Hildebrand versucht nach dem gescheiterten Spanien-Abenteuer beim Tabellenführer 1 899 Hoffenheim einen Neuanfang. "Das gesamte Modell Hoffenheim hat mich überzeugt. Ich habe im Fernsehen verfolgt, welch super Fußball hier gespielt wird", erklärte Hildebrand, der beim Gehalt finanzielle Abstriche gemacht haben soll.

Bayern warten ab

Meister Bayern München verhält sich auf dem Transfermarkt wie bereits im Sommer ungewohnt zurückhaltend. Einzig der US-Amerikaner Landon Donovan, der von Los Angeles Galaxy ausgeliehen wird, steht als Neuzugang fest. Aber die Gerüchteküche brodelt und spuckt nahezu täglich neue Namen aus, so wie zuletzt die beiden russischen Nationalspieler Anatolij Timoschtschuk und Andrej Arschawin.

Die Bayern verlassen würde gerne Bankdrücker Lukas Podolski - und zwar in Richtung Heimat zum 1. FC Köln. Allerdings sind beide Klubs bei der Ablöse noch meilenweit voneinander entfernt. Zudem buhlen auch Werder Bremen, der Hamburger SV und der AS Rom um den 23 Jahre alten Nationalstürmer. Mittlerweile scheint ein Wechsel im Sommer jedoch wahrscheinlicher.

Kellerkinder sehen Handlungsbedarf

Naturgemäß sind es auch in diesem Jahr die Kellerkinder, die mit Wintertransfers zum letzten Strohhalm greifen. Neben "Großinvestor" Gladbach waren auch die unmittelbaren Konkurrenten aktiv. So verpflichtete Energie Cottbus für 350 000 Euro den brasilianischen Stürmer Adi (von Austria Wien), um die desolate Torquote von nur zwölf Hinrunden-Treffern zu verbessern.

Dagegen setzt der Karlsruher SC auf Altbewährtes. So kehren die "verlorenen Söhne" Giovanni Federico (auf Leihbasis von Borussia Dortmund) und Marco Engelhardt (für 300 000 Euro vom 1. FC Nürnberg) zurück zu den Badenern.

Arminia Bielefeld dagegen hofft, im "Transfer-Lotto" mit Vlad Munteanu das richtige Los gezogen zu haben. Der rumänische Mittelfeldspieler wurde für ein halbes Jahr von Ligakonkurrent VfL Wolfsburg ausgeliehen.

© SID

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