Fußball Bundesliga
Bundesliga legt Rekordzahlen vor

Im Rahmen ihres Bundesliga-Reports 2007 kann die Bundesliga neue Rekordzahlen vorlegen. Die 36 Vereine der Bundesliga und 2. Liga erzielten in der Saison 05/06 mit einer Summe von 1,52 Mrd. Euro eine Höchstmarke.

Die Bundesliga schreibt weiter Rekordzahlen, aber rüstet sich gleichzeitig mit Weitblick für die Herausforderungen der Zukunft. Analog zur Erschließung neuer Wachstumsmärkte - zuletzt wurde eine Kooperation mit der US-Profiliga MLS vereinbart - will die Deutsche Fußball Liga (DFL) ihre Nachwuchsförderung forcieren.

Für zufriedene Gesichter sorgen derzeit aber die aktuellen Zahlen. Die 36 Vereine der Bundesliga und 2. Liga erzielten in der Saison 2005/2 006 mit einer Summe von 1,52 Mrd. Euro eine Ertrags-Höchstmarke - was eine Steigerung von 11,95 Prozent im Vergleich zur Saison 2002/2 003 bedeutet.

"Die Rekordzahlen wurden mit Augenmaß und Vernunft erzielt. Wir sind auf einem guten Weg, Innovation und Tradition schließen sich eben nicht aus", erklärte Christian Seifert, Vorsitzender der DFL-Geschäftsführung, am Dienstag bei der Präsentation des Bundesliga-Reports 2007 in Frankfurt am Main.

Wichtigster Ertragsbringer bleiben mit einem Anteil von 28 Prozent die Werbeeinnahmen. "Da haben die Klubs einen extrem guten Job gemacht. Alle wesentlichen Erfolgsfaktoren, auch die wirtschaftlichen, sind intakt", lobte Seifert den Status quo der Vereine der Bundesliga und 2. Liga, die vor fünf Tagen ihre Unterlagen für das Lizenzierungsverfahren fristgerecht eingereicht hatten.

Bundesliga ein bedeutender Steuerzahler

Die Bundesliga ist zudem weiterhin ein bedeutender Steuerzahler. Nach Angaben der DFL flossen im Geschäftsjahr 2005/2 006 insgesamt 460,73 Mill. Euro an Steuern und Abgaben in die Staatskasse. Dies bedeutet eine Steigerung um 21 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Trotz der allgemein positiven Entwicklungen will sich die DFL nicht auf ihren Lorbeeren ausruhen. Eine Expertengruppe - aktuell bestehend aus den Bundesliga-Funktionären Uli Hoeneß (Bayern München), Klaus Allofs (Werder Bremen), Heribert Bruchhagen (Eintracht Frankfurt) sowie Matthias Sammer (DFB-Sportdirektor) und Holger Hieronymus (DFL-Geschäftsführung/Spielbetrieb) - werde sich um Verbesserungen bemühen, berichtete Hieronymus. Beispielsweise soll über die Rolle der Spielerberater und deren Honorierung diskutiert werden.

In punkto Nachwuchsförderung hat die DFL bereits Nägel mit Köpfen gemacht. Längst ist ein Acht-Punkte-Plan entwickelt, mit dessen Hilfe die Arbeit in den Leistungszentren objektiv bewertet wird. Anhand der Ergebnisse wird voraussichtlich ab der kommenden Saison der von der Europäischen Fußball-Union (Uefa) zur Verfügung gestellte Champions-League-Solidar-Pool in Höhe von drei Mill. Euro an Einrichtungen weitergegeben, die sich ausgezeichnet haben.

Jugendarbeit wird belohnt

Bislang dienten die TV-Honorare der 36 Lizenzklubs als Verteilerschlüssel. Hieronymus: "Wir wollen nun diejenigen höher belohnen, die besonders intensive Jugendarbeit betreiben." Eine Entschädigung für Amateurklubs, die Bundes- oder Zweitligaspieler ausgebildet haben, war bereits vor Monaten abgesegnet worden. Die Bundesliga zeichnete sich derweil auch als "Jobmotor" aus. Einen beachtlichen Zuwachs von 9,81 Prozent verzeichnete der "Arbeitsmarkt Bundesliga", also die Anzahl der Beschäftigten in der Bundesliga und 2. Liga. Insgesamt sind derzeit 34 103 Menschen in Voll-, Teilzeit oder Aushilfsstellen tätig. Dabei ist das Wachstum im Bereich der vollbeschäftigten Klub-Angestellten mit rund 20 Prozent besonders stark.

"Die Zahlen unterstreichen, dass der Profi-Fußball in Deutschland längst zu einem bedeutenden Wirtschaftsfaktor geworden ist", erklärte Seifert, während Finanzexperte Christian Müller aus der DFL-Geschäftsführung meinte: "Die Liga setzt auf ein professionelles Management. Die Größe der Spielerkader indes sind im Schnitt um anderhalb Akteure pro Klub zurückgegangen."

© SID

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