Fußball Bundesliga
Bundesliga verdient bei der Euro mit

Am Milliardengeschäft Euro verdient auch die Bundesliga. Sechs Mill. Euro kassieren die Klubs für die abgestellten Spieler. Spitzenverdiener sind die Bayern.

Am Milliardengeschäft Euro verdient erstmals auch die Bundesliga mit. 6,126 Mill. Euro kassieren die deutschen Klubs für die 57 Spieler, die sie zum Saisonhöhepunkt abstellten. Vor allem Rekordmeister Bayern München und Vize Werder Bremen profitierten von der "Miete", die die Europäische Fußball-Union (Uefa) vor einem Jahr mit der neuen Europäischen Klub-Vereinigung ECA vereinbart hatte.

1,018 Mill. Euro erhält der FC Bayern, der mit neun Profis bei der EM vertreten war. 4 000 Euro überweist die Uefa pro Kopf und Tag, dabei wird eine zweiwöchige Vorbereitungszeit vor dem ersten EM-Spiel angerechnet. "Es nur logisch ist, die Vereine, die diese Spieler abstellen, auch an den Einnahmen zu beteiligen", sagte Uefa-Präsident Michel Platini über die neue Regelung.

Die deutschen Nationalspieler Lukas Podolski, Philipp Lahm, Bastian Schweinsteiger und Miroslav Klose, die seit mindestens zwei Jahren unter Vertrag stehen, spielten durch die Finalteilnahme für die Münchner jeweils eine Summe von 148 000 Euro ein. Bei Marcell Jansen muss sich der FC Bayern dagegen mit 98 667 Euro zufriedengeben, weil dessen Ex-Klub Borussia Mönchengladbach ein Drittel der "Miete" erhält.

Bremen kommt mit insgesamt neun EM-Teilnehmern vor allem dank Clemens Fritz, Per Mertesacker, Torsten Frings und Tim Borowski auf 1,008 Mill. Euro. "Das ist eine gute Sache", sagte Vorstandschef Jürgen L. Born, "vor allem für einen Klub wie Werder, der immer sehr viele Auswahlspieler stellt."

Über nennenswerte Einkünfte dürfen sich auch der Hamburger SV, dessen sechs abgestellte Profis 641 333 Euro einspielten, der VfB Stuttgart (5/568 000), Bayer Leverkusen (4/456.00), Absteiger 1. FC Nürnberg (5/400 000), Borussia Dortmund (5/370 667), Schalke 04 (3/366.67), Hertha BSC Berlin (4/342 667) und Eintracht Frankfurt (4/336 000) freuen. Selbst beim Bundesliga-Neuling 1 899 Hoffenheim klingelt die Kasse: Für Ramazan Özcan, Torhüter Nummer drei der Österreicher, den der Klub in der Winterpause verpflichtete, gibt es 48 000 Euro.

Und auch Arminia Bielefeld und der VfL Bochum, die gar keinen EM-Spieler stellen, kassieren mit. Die Arminia bekommt für den Neu-Schalker Heiko Westermann noch 49 333 Euro, der VfL für den ehemaligen Bundesliga-Torschützenkönig Theofanis Gekas (mittlerweile Bayer Leverkusen) 32 000 Euro.

Die neuen Zahlungen der Uefa, die bei der Euro 2008 rund 1,3 Mrd. einnimmt und insgesamt 43,5 Mill. an die Klubs der 368 EM-Spieler ausschüttet, sind nicht die einzigen Einnahmen für die Bundesligisten. Für deutsche Nationalspieler erhalten die Klubs wie bisher pro Kopf rund 45 000 Euro. Den Großteil überweist die Deutsche Fußball Liga (DFL) aus den Zahlungen gemäß des Grundlagenvertrages mit dem Deutschen Fußball-Bund (DFB), der DFB steuert 3 000 Euro pro Spieler und Spiel bei.

Inklusive der DFL - und DFB-Zahlungen kommt Meister Bayern auf rund 1,25, Bremen auf etwa 1,20 Mill. Euro. Bei der EM in vier Jahren in Polen und der Ukraine wird die "Miete" für die Spieler übrigens aufgestockt: Dann gibt es insgesamt 55 Mill. Euro von der Uefa, 5 000 Euro pro Kopf und Tag.

© SID

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