Fußball Bundesliga
Bundesligisten haben hohe Ziele zum Saison-Auftakt

Nach der Bundesliga-Eröffnung von Rekordmeister Bayern München und Borussia Dortmund am Freitag wird es nun auch für die Konkurrenz ernst. Die Ziele der Klubs sind dabei nicht immer vorsichtig formuliert.

Nachdem Rekordmeister Bayern München und Borussia Dortmund am Freitag die 44. Bundesliga-Saison eröffnet haben, schlägt nun auch für die übrigen Titelanwärter die erste Stunde der Wahrheit. "Natürlich wollen wir Meister werden. Aber wir wollen den Bayern nicht die Favoritenrolle abnehmen", beschreibt Werder Bremens Sportdirektor Klaus Allofs vor dem Nordderby am Sonntag bei Hannover 96 (17.00 Uhr/live bei arena) die Zielvorgabe beim Vizemeister.

Schalkes Coach Mirko Slomka forciert gleich zu Beginn auf ähnliche Weise den Druck auf seine Profis und fordert gegen Eintracht Frankfurt heute (15.30 Uhr/live bei arena) ein erstes Zeichen in Richtung des Starensembles aus München. "Wir wollen einen Super-Start. Gut, dass wir gleich ein Heimspiel haben und somit unseren Fans etwas bieten können", meinte Slomka, während sein Hamburger Pendant Thomas Doll trotz der torarmen Vorbereitung des HSV für den Start gegen Arminia Bielefeld am Samstag "Tempofußball mit vielen Treffern" verspricht.

Vorfreude, gepaart mit einer gehörigen Portion Respekt vor dem Abenteuer Bundesliga, herrscht indes beim Aufsteiger-Trio aus Aachen, Bochum und Cottbus. "Ganz Aachen freut sich auf dieses Spiel", behauptet Alemannias Coach Dieter Hecking und fordert gleich beim ersten Bundesliga-Duell mit Bayer Leverkusen überhaupt das erste Erfolgserlebnis: "Wir wollen dort etwas holen. Aber wir dürfen nicht wie brave Jungs auftreten, sondern wie Männer, die in Leverkusen etwas zu verteidigen haben."

Magath traut Leverkusen die Vize-Meisterschaft zu

Die Bayer-Elf, der Münchens Trainer Felix Magath sogar die Vize-Meisterschaft zutraut, setzt bei ihrem geplanten Angriff auf die erweiterte Tabellenspitze auf Nationalspieler Bernd Schneider sowie die Neuzugänge Stefan Kießling (Nürnberg) und Sergej Barbarez (Hamburger SV). Coach Michael Skibbe will die 52-Punkte-Marke der Vorsaison übertreffen, Sportdirektor Rudi Völler hat als primäres Ziel "das internationale Geschäft" ausgegeben.

Davon kann der VfL Bochum nur träumen: Nachdem der "Betriebsunfall Abstieg" zum fünften Mal umgehend repariert wurde, plant die "Fahrstuhlmannschaft" aus dem Ruhrpott diesmal einen Saisonabschluss in gesicherten Gefilden. "Unser Ziel ist der Klassenerhalt. Alles, was besser ist, nehmen wir mit Hochgenuss", betonte VfL-Coach Marcel Koller.

Das Gastspiel beim FSV Mainz 05 ist auch ein Duell der verlorenen Söhne - sprich der Seitenwechsler. Benjamin Auer zog es von Rheinhessen nach Bochum, Stürmerkollege Edu trat den umgekehrten Weg an. Beide sind hoch motiviert. Allerdings ist der Einsatz des Brasilianers Edu wegen einer Mandelentzündung gefährdet. Der Neu-Hannoveraner Frank Fahrenhorst indes steht sicher in der Anfangsformation gegen seinen alten Klub Werder Bremen, während der von der Leine an die Weser gewechselte Nationalspieler Per Mertesacker (Fersen-OP) wohl erst im September für seinen neuen Klub auflaufen kann.

Heynckes zurück an alter Wirkungsstätte

Auf schwächelnde Konkurrenz hofft Rückkehrer Energie Cottbus, der mit einem Etat von 19,7 Mill. Euro und einem Schuldenberg von 4,5 Mill. Euro in die Spielzeit startet. "Aus eigener Kraft können wir den Klassenerhalt nicht schaffen. Wir sind auf die Mithilfe der anderen Klubs angewiesen", sagt Trainer Petrik Sander vor dem Start bei Borussia Mönchengladbach, das mit einem Heimkehrer den Weg zurück in die glorreiche Vergangenheit anstrebt.

Nach 19 Jahren kehrte Jupp Heynckes im Sommer zum fünfmaligen deutschen Meister zurück. Und der 61-Jährige hat klare Vorstellungen. "Es muss der Anspruch von Gladbach sein, wieder um die europäischen Plätze mitspielen zu können und dann international dabei zu sein", erklärte Heynckes. Er denke, dass dies in "zwei, drei Jahren" möglich sei.

Auch bei den Frankfurtern ruhen die Hoffnungen nach einer wochenlangen Wechselposse auf Neuzugang Michael Thurk. Der ehemalige Torjäger vom Rivalen FSV Mainz 05, der in der vergangenen Saison zwölf Treffer erzielte und in Frankfurt geboren wurde, soll mit Ioannis Amanatidis (ebenfalls zwölf Tore) einen Traumsturm bilden. "Man hat das Gefühl, Thurk wäre schon viel länger bei uns. Er ist mit dem ganzen Herzen dabei", lobte Eintracht-Trainer Friedhelm Funkel. Die Hessen plagen vor dem Auftakt in der Veltins-Arena auf Schalke aber große Personalsorgen. Sieben Spieler - darunter die Neuzugänge Sotirios Kyrgiakos (Magen-Darm-Virus) und Naohiro Takahara (Bänderdehnung) - fallen voraussichtlich aus.

© SID

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