Fußball Bundesliga: Bunte Spekulationen um neuen HSV-Trainer

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Bunte Spekulationen um neuen HSV-Trainer

Martin Jol, Bert van Marwijk, Co Adriaanse, Jürgen Klopp - fast täglich gesellen sich neue Namen auf die Liste angeblich "heißer Kandidaten" auf den Trainerposten beim Hamburger SV. Der Klub-Vorstand schweigt derweil.

Jose Mourinho wird es wohl nicht. Auch Rolf Schafstall oder Willi Entenmann haben auf den Trainerposten beim Bundesligisten Hamburger SV eher keine Chance. Ansonsten ist das Rennen um die Nachfolge von Huub Stevens zur neuen Saison aber völlig offen. Fast täglich schießen neue Spekulationen ins Kraut, werden im Umfeld neue Namen genannt. Mit dem Zählen der potenziellen Kandidaten kommt man kaum noch nach.

Während sich die Vereinsverantwortlichen zu ihrer Suche konsequent ausschweigen, gelten vor allem Niederländer immer wieder als mögliche neue HSV-Coaches. Mit Stevens, der zur kommenden Spielzeit aus privaten Gründen in seine Heimat zum PSV Eindhoven wechselt, hat man in Hamburg gute Erfahrungen gemacht.

Zu wenig Stevens in Klopp?

Folgerichtig wird in der norddeutschen Medien-Metropole kräftig über dessen Landsleute Martin Jol (vereinslos, ehemals Tottenham Hotspur), Bert van Marwijk (Feyenoord Rotterdam, ehemals Borussia Dortmund), Co Adriaanse (Al-Sadd Sports Club/Katar) und Fred Rutten (FC Twente) spekuliert. Selbst der niederländische Bondscoch Marco van Basten bezeichnete die Hamburger zuletzt als "interessanten Verein".

Auch Jürgen Klopp vom Zweitligisten FSV Mainz 05 wird immer wieder ins Spiel gebracht. Dessen Pass ist zwar nicht oranje, dennoch soll er angeblich der Favorit von HSV-Vorstandsboss Bernd Hoffmann sein. Ein Gedankenspiel, das allerdings beim Aufsichtsrat der Hanseaten auf wenig Gegenliebe stößt - so hört man, munkelt man, vermutet man. Zu wenig Stevens stecke in Klopp.

Tatsächlich verfügt der Mainzer Strahlemann nicht im Ansatz über das notwendige Art Grantler-Gen, das in Hamburg stets Erfolgsgarant war. Paradebeispiel Ernst Happel murrte den Klub 1983 sogar zum Europapokalsieg der Landesmeister, und auch Stevens beherrscht den grimmigen Auftritt in der Öffentlichkeit zuweilen in absoluter Perfektion.

Hoffmann: "Werden uns nicht unter Druck setzen"

Suche und Spekulationen gehen also weiter. So ist es seit Stevens im vergangenen November seinen Abschied ankündigte, so wird es bis zur Präsentation des neuen Mannes bleiben. Bei aller Unruhe im Umfeld gibt man sich im Verein selbst gelassen. Man erstellte ein umfangreiches Anforderungsprofil, Trainer werden nun regelrecht gescoutet. Sogar bei deren Trainingseinheiten und Pressekonferenzen nehmen die Hamburger mögliche Nachfolger ihres scheidenden Coaches unter die Lupe.

"Wir suchen jemanden, der zur Mannschaft und zum Verein passt. Unsere Entwicklung soll gemäß unserer Strategien fortgesetzt werden. Wir werden uns aber nicht unter Druck setzen", sagt HSV-Sportchef Dietmar Beiersdorfer. Hoffmann hatte zuletzt betont, dass es noch keine Verhandlungen mit potenziellen Kandidaten gegeben habe.

Derweil suchen die Hamburger zur neuen Saison auch noch einen neuen Star. Der Abschied Rafael van der Vaarts, dessen Verkauf nur im kommenden Sommer noch eine marktgerechte Summe in die HSV-Kassen spülen wird, scheint mehr als wahrscheinlich. Sein Nachfolger könnte ein Niederländer werden. So muss es aber nicht kommen - vielleicht, möglicherweise, eventuell.

© SID

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