Fußball Bundesliga
BVB ohne Neun gegen die Bayern

Vor nicht allzu langer Zeit waren Borussia Dortmund und Bayern München Rivalen im Titelkampf der Bundesliga. Heute (15.30 Uhr) müssen die im Neuaufbau befindlichen Westfalen gleich neun Stammspieler ersetzen.

Unter denkbar ungünstigen Bedingungen geht Borussia Dortmund heute (15.30 Uhr/live bei Premiere) in das prestigeträchtige Duell mit Titelverteidiger und Herbstmeister Bayern München. "Wir fahren auf der Felge den Bayern entgegen", umschreibt BVB-Sportdirektor Michael Zorc die angespannte Situation. Neun Stammspieler stehen Trainer Bert van Marwijk nicht zur Verfügung, so dass sogar der A-Jugendspieler Uwe Hünemeier (19) in der mit 81 200 Zuschauern ausverkauften Dortmunder Arena zu seinem Bundesliga-Debüt kommen wird.

Doch der niederländische Coach lässt sich von den negativen Vorzeichen zumindest nach außen hin nicht beeindrucken: "Wenn ich nicht an einen Sieg glauben würde, könnte ich am Samstag ja gleich zu Hause bleiben." Als Dortmunder Glücksbringer fungiert Nationalspieler Sebastian Kehl, der in seinen vier bisherigen Heimspielen gegen den Rekordmeister ohne Niederlage blieb.

Dem erfolgsbesessenen Felix Magath jedenfalls reicht das Behaupten des ersten Tabellenplatzes nicht, der Bayern-Trainer blickt schon auf die zweite Saisonhälfte voraus: "Die Belastungen meiner Mannschaft werden im Frühjahr ansteigen, deshalb brauchen wir in der Tabelle einen komfortablen Vorsprung." Da ist es auch keine Entschuldigung, dass den Gästen beim BVB die gesperrten Leistungsträger Michael Ballack und Sebastian Deisler fehlen werden.

Kurzes Intermezzo für Scholz und Reck

Während Magath und van Maarwijk fest auf ihren Trainerstühlen sitzen, geht für ihre Kollegen Heiko Scholz und Oliver Reck ein kurzes Bundesliga-Intermezzo schon wieder zu Ende. Scholz, Interims-Coach beim Gastspiel des MSV Duisburg bei Mainz 05, wird wohl durch Ex-Weltmeister Jürgen Kohler abgelöst. Noch nicht fest steht der Nachfolger von Oliver Reck, der bei Schalke 04 nach der Trennung von Ralf Rangnick die Mannschaft auf die Partie beim VfB Stuttgart vorbereitet hat.

Beide Trainer wollen ihre Stippvisite siegreich gestalten. "Ich war früher auf dem Platz ein Kämpfer, das erwarte ich jetzt auch von meinem Team", fordert Scholz, Ex-Keeper Reck glaubt festgestellt zu haben: "In der Truppe stimmt es, ich weiß, dass die Mannschaft brennt."

Auch für Uwe Rapolder könnte ausgerechnet der Auftritt des 1. FC Köln bei seinem alten Arbeitgeber Arminia Bielefeld der letzte in Diensten der Domstädter sein. Nur ein Sieg bei den Ostwestfalen würde den 47-Jährigen wohl noch über die Winterpause hinaus im Amt belassen. Fehlen wird den Kölnern Nationalstürmer Lukas Podolski wegen einer Mittelfußprellung.

© SID

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