Fußball Bundesliga
BvB schießt Gladbach in die Krise

Das 75. Duell der Borussen wird als eines der fußballerisch schwächsten in Erinnerung bleiben. Freuen durften sich einzig die Dortmunder über die dringend benötigten drei Punkte. Der 1:0-Niederlage bedeutet für Gladbach die fünfte Niederlage infolge. Und die Art und Weise, wie sie zustande gekommen ist, macht wenig Hoffnung auf baldige Besserung.

MÖNCHENGLADBACH. Borussia Mönchengladbach ist wieder da, wo man den Verein vor der Saison erwartet hat: im Abstiegskampf. Sieben Punkte hat der VfL aus den ersten vier Spielen geholt. "Da haben schon alle gedacht, wir spielen eine gute Saison", meinte Mittelfeldspieler Thorben Marx. Doch der Alltag hat die Borussen, die in der Vorsaison den Abstieg in letzter Sekunde vermeiden konnten, längst wieder eingeholt. Dem guten Saisonstart folgten vier Niederlagen infolge. Gestern hagelte es im Heimspiel gegen Borussia Dortmund die fünfte.

"Die Leichtigkeit der ersten Wochen ist weg. Die Mannschaft hat zwar alles probiert, aber es wirkte angestrengt und schwerfällig", sagte Frontzeck. Das Team sei neu formiert und müsse sich noch finden, meinte der Trainer. Seine Forderung ist deutlich: "Wir müssen in allen Bereichen zulegen."

Dem kann man nur zustimmen. Das Spiel gegen den keinesfalls überragenden, aber stark kämpfenden und gut stehenden BvB war bis auf ganz wenige Ausnahmen ein Offenbarungseid. 344 Minuten sind die Gladbacher nun ohne Torerfolg. "Wir haben die Unbekümmertheit und die Sicherheit, die uns zu Saisonbeginn auszeichnete, verloren und sind im Abstiegskampf angekommen, dort, wo wir nicht mehr hinwollten", bekannte Sportdirektor Max Eberl

Trainer Michael Frontzeck hatte mit seinem Team zur Vorbereitung ein zweitägiges Trainingslager in Holland bezogen und die Aufstellung auf zwei Positionen geändert: Der genesene Torjäger Rob Friend stand erstmals seit fast einem halben Jahr in die Startformation und Bradley Karnell ersetzte Karim Matmour. Vor allem letztere Entscheidung sollte sich überhaupt nicht auszahlen.

Das Spiel begann zerfahren. Zweikämpfe waren Trumpf. Während sich der BVB noch ein wenig um konstruktives Spiel nach vorne bemühten, sah man den Glasbachern ihre Verunsicherung nach vier Niederlagen hintereinander überdeutlich an. Kaum Jemand übernahme Verantwortung und bemühte sich, das Spiel mit schnellen und risikoreichen Pässen nach vorne zu tragen. Stattdessen gab es lange Pässe und die Hoffnung auf Fehler in der Borussen-Hintermannschaft.

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