Fußball Bundesliga
BVB-Schuldenberg kräftig geschrumpft

Bundesligist Borussia Dortmund hat durch eine Kapitalerhöhung weitere Schulden abgebaut und die Sanierung nach eigener Aussage abgeschlossen. "Ich will das Wort nicht mehr hören", sagte Geschäftsführer Joachim Watzke.

Nicht mehr auf wackligen Beinen steht Bundesligist Borussia Dortmund. Nachdem der Schuldenberg innerhalb von eineinhalb Jahren um 100 Mill. gesenkt worden konnte, hat Geschäftsführer Joachim Watzke den Prozess der Sanierung für beendet erklärt: "Die ist mit der Vollzeichnung der Kapitalerhöhung abgeschlossen. Ich will das Wort auch nicht mehr hören. Die Borussia hat wieder eine erstklassige Perspektive - und gemessen an der Ertragskraft des Unternehmens überschaubare Verbindlichkeiten", erklärte er gegenüber den "Ruhr Nachrichten".

Auf seinem Tiefpunkt hatte der Verein in seiner Halbjahresbilanz 120 Mill. Schulden und darüber hinaus finanzielle Verpflichtungen für die nächsten fünf Jahre in Höhe von 200 Millionen. Durch die Kapitalerhöhung sind Erstere nun auf ca. 20 Mill. gesunken, wenn man neue Verbindlichkeiten aus der Stadionfinanzierung nicht hinzurechnet. Dies tut Watzke: "Alles andere wäre unseriös. Der Vergleich würde hinken und den Blick darauf verbergen, dass wir 100 Mill. Euro abgebaut haben." Außerdem habe man auch in diesem Punkt entscheidende wirtschaftliche Fortschritte gemacht: "Wir haben viel zu hohe Mieten gegen günstige Zinsen eingetauscht, was uns im Vergleich zu dem alten Deal vier Mill. Euro pro Jahr spart."

"Auch Glück gehabt"

Natürlich habe man auch Glück gehabt. Es sei nicht abzusehen gewesen, dass die Sanierung so schnell abgeschlossen werden könnte. Meilensteine seien der Signal Iduna-Vertrag, der RAG-Deal und die bessere Liga-Vermarktung gewesen. An Letzterer sei man natürlich weniger beteiligt gewesen. Nun sei das aktuelle sportliche Ziel das Erreichen des internationalen Geschäfts.

Mit der wiedererlangten Finanzkraft soll mittelfristig in die Abwehr investiert werden, droht doch hier über kurz oder lang der Abschied des Innenverteidiger-Duos Metzelder/Wörns. Watzke hat die Hoffnung jedoch noch nicht aufgegeben: "Christian Wörns letztes Kapitel beim BVB ist noch nicht geschrieben. Wir setzen uns in der Winterpause zusammen und wollen einen Konsens finden."

© SID

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