Fußball Bundesliga
Champions-League-Anwärter heute im Einsatz

Im Kampf um die Champions-League-Plätze steht heute vor allem Schalke 04 mit seinem neuen Trainergespann unter Beobachtung. Auch der Hamburger SV und Werder Bremen sind im Einsatz.

Der FC Schalke 04 und der Hamburger SV versinken im Trainer-Chaos, Werder Bremen könnte davon profitieren und sich weiter absetzen. Im Kampf um die begehrten Champions-League-Plätze haben die Gelsenkirchener ebenso wie die Hamburger vor den heutigen Bundesligapartien (20.00 Uhr/live bei Premiere) des 29. Spieltags gegen Energie Cottbus beziehungsweise bei Hertha BSC Berlin mit großer Unruhe in den eigenen Reihen zu kämpfen.

Werder Bremen kann so nach der überstandenen Minikrise beim Abstiegskandidaten Hansa Rostock nachlegen und den zweiten Platz festigen. Auch der VfL Wolfsburg wäre durch die Schwächephase der Europacup-Anwärter aus West und Nord mit einem Heimsieg gegen den VfL Bochum noch aussichtsreich im Geschäft um den internationalen Wettbewerb.

Derweil müssen in Schalke und Hamburg schnell die Scherben eines jeweils desaströsen Wochenendes zusammengekehrt werden. Nach dem Rauswurf von Trainer Mirko Slomka im Anschluss an die 1: 5-Pleite in Bremen sollen bis zum Saisonende die "Eurofighter" Mike Büskens als Cheftrainer und Youri Mulder als sein Assistent die finanziell so wichtige Teilnahme an der "Königsklasse" sicherstellen. "Wir müssen wieder Ruhe in die Mannschaft und das Umfeld reinbringen und wieder Spaß vermitteln," sagte Büskens. Sportchef Andreas Müller, der die Ablösung von Slomka maßgeblich mitbetrieben hat, erinnert gerne an die königsblaue Vergangenheit seiner einstigen Mannschaftskameraden: "Wenn sie als Trainer so arbeiten, wie sie auf dem Spielfeld gearbeitet haben, werden wir viel Freude haben."

Müller: "Wir sind sehr weit, was den Trainer angeht"

Unterdessen bastelt Müller bereits an der großen Lösung für die neue Spielzeit und kommt dabei auch dem HSV ein wenig in die Quere. Als Kandidat gilt Fred Rutten von Twente Enschede, bei dem Mulder hospitiert hat und der auch auf der Liste für die Nachfolge von Huub Stevens stand: "Wir sind gedanklich sehr weit, was den Trainer angeht."

Rutten scheint beim HSV jedoch zunächst durchgefallen zu sein. Nach Informationen von Bild und kicker soll nun der Franzose Gerard Houllier der Topkandidat sein, der bereits in Liverpool und Lyon erfolgreich arbeitete. Einen Kommentar gaben die Verantwortlichen in Hamburg dazu auch gestern nicht ab.

Ungelöste Trainerfrage nicht das einzige Problem an der Alster

Die ungelöste Trainerfrage aber ist bei weitem nicht das einzige Problem an der Alster. Seit vier Spielen hat die Mannschaft nicht mehr gewonnen, konnte in der Rückserie überhaupt erst drei Siege feiern. Mannschaftskapitän Rafael van der Vaart steckt mitten in einer Formkrise, die Stürmer treffen nicht und das Team schwächt sich immer wieder durch Undiszipliniertheiten. "Auf diese Art und Weise holen wir keinen Punkt mehr", unkte Klubchef Bernd Hoffmann nach dem 0:1 gegen den MSV Duisburg.

In dieser Phase fehlte am gestrigen Montag Stevens, der wegen einer erneuten Darmoperation bei seiner Ehefrau in Eindhoven weilte. Co-Trainer Markus Schupp leitete die Übungseinheiten. Im "Krisengipfel" gegen die seit sechs Spielen sieglosen Herthaner fehlen dem HSV auch noch die gesperrten David Jarolim, van der Vaart und Thimothee Atouba. Berlin muss die verletzten Angreifer Raffael, Marko Pantelic sowie Steve van Bergen ersetzen.

Da zudem am 30. Spieltag in Hamburg Schalke zu Gast ist, kann sich Bremen das chaotische Treiben bei der Konkurrenz in Ruhe ansehen, solange es selbst seine Pflichtaufgaben löst. "Wir wollen den zweiten Platz nicht mehr hergeben. Es liegt an uns, ihn zu verteidigen", erklärte Mannschaftskapitän Frank Baumann.

© SID

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