Fußball Bundesliga
Clemens erlöst den 1. FC Köln

Das Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt war für den 1. FC Köln richtungweisend. Und die Domstädter haben es gewonnen. 1:0 siegte die Elf von Trainer Frank Schäfer – und das völlig verdient. Die Geschichte des Spiel schrieb Christian Clemens.

KÖLN. Nein, den Ball gab Christian Clemens nicht mehr her. Schließlich war es das Spielgerät, mit dem der 19-Jährige seinen ersten Bundesligatreffer erzielt hatte. Clemens sicherte mit dem 1:0 in der 56. Minute entschied das wichtige Partie gegen Eintracht Frankfurt und verschafft dem 1. FC Köln ein wenig Luft im Abstiegskampf.

Das Spiel begann mit sechsminütiger Verspätung, weil aufgrund der verstopften Zufahrtswege noch nicht alle der 45.000 Zuschauer im Stadion waren. Sie hätten nichts verpasst bis zur 22. Minute. Denn erst dann geschah die erste nennenswerte Szene: Die einzige Kölner Spitze Sebastian Freis hatte sich durchgesetzt aber anstatt auf Podolski quer zu passen einen unpräzisen Torschuss gewählt.

Apropos Podolski: Der war gleich in der ersten Minute böse umgeknickt. Der Nationalspieler wollte sich trotz großer Schmerzen nicht auswechseln lassen und versuchte, die Bänderblessur „herauszulaufen“. Doch nach der Szene in der 22. Minute ging es dann nicht mehr. Für ihn kam Jajalo in die Partie. Der saß auf der Bank, weil Kölns Trainer Schäfer Clemens den Vorzug gegeben hatte.

Viel besser wurde das Spiel bis zur Halbzeit nicht. Gekas und Amanatidis hatten zwei gefährliche Szenen auf Frankfurter Seite, Köln kam gegen Ende des ersten Abschnitts noch mal auf Touren. Die beste Chance hatte Matuschyk, doch seinen Köpfball hielt Eintracht-Keeper Fährmann glänzend (43.).

Die zweite Halbzeit startete vielversprechend: Gekas rauschte nur knapp an einer Russ-Flanke vorbei (50.), Köln war kurz darauf bei einer Ecke gefährlich. Dann kam der Auftritt von Christian Clemens: Am eigenen 16-Meter-Raum erkämpft er den Ball, schaltet direkt um und spurtet nach vorn, Jajalo legt wenige Sekunden später von halblinks kommend quer, Clemens spurtet dem Ball entgegen und trifft direkt flach ins rechte Eck.

Nach diesem 1:0 haben die Kölner ihre stärkste Phase. Anders als noch vor zwei Wochen gegen Wolfsburg, wo sie eine 1:0-Führung noch abgaben, machten die Gastgeber diesmal weiter Druck: Lanig lupft den Ball knapp über die Latte (61.), Jajalo prüft mit einem Freistoß den glänzend reagierenden Fährmann (79.) und erneut Jajalo aus spitzem Winkel (83.).

Eintracht Frankfurt brachte weiterhin kaum etwas zustande, obwohl Trainer Skibbe mit Caio, Fenin und Alexander Meier frische Offensivkräfte einwechselte. Aber nur Amanatidis sorgte einmal für Gefahr, aber Mohamad konnte den Schuss abblocken (63.). Ansonsten kamen die Gäste mit der bärenstarken Innenverteidigung der Kölner, sprich Mohamad und vor allem Geromel, nicht zurecht.

"Wir haben eine ganz schwache 1. Halbzeit gespielt. Nach der 2. Halbzeit muss ich aber den Hut vor der Mannschaft ziehen. Wenn man weiß, wie groß der Druck war und gesehen hat, dass sie alle Widerständen getrotzt hat", sagte FC-Trainer Frank Schaefer.

Thorsten Giersch
Thorsten Giersch
Chefredakteur Business bei der Verlagsgruppe Handelsblatt / Geschäftsführer digital bei planet c
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