Fußball Bundesliga
"Club" kann auf Kollers Dienste zählen

Jan Koller hat der tschechischen Presse versichert, dem 1. FC Nürnberg auch in der 2. Bundesliga treu zu bleiben. Außerdem haben die Franken Marius Cornel Popa auf der Liste.

Für das Unternehmen direkter Wiederaufstieg kann Zweitligist 1. FC Nürnberg offenbar auf die Dienste von Stürmer Jan Koller zurückgreifen. Außerdem hat der "Club" EM-Teilnehmer Marius Cornel Popa ins Visier genommen. Wie mehrere Medien übereinstimmend berichten, steht der zweite Torwart der rumänischen Nationalmannschaft vor einem Wechsel zum Bundesliga-Absteiger. Auch die Liga-Konkurrenten Hansa Rostock und SC Freiburg sollen interessiert sein.

Koller stellte am Mittwoch in der tschechischen Zeitung Sport klar. "Ich habe in Nürnberg einen Vertrag und bleibe dort auch in der 2. Liga", sagte der Stürmer und erteilte auch dem angeblichen Interesse von Sparta Prag eine Absage: "Damit befasse ich mich überhaupt nicht."

Der 32 Jahre alte Popa vom Erstligisten Pilotehnica Timisoara wäre ablösefrei und könnte in Nürnberg den umstrittenen tschechischen Nationaltorhüter Jaromir Blazek ersetzen. Berater Florin Manea erklärte bereits: "Popa spielt in der kommenden Saison in Deutschland."

Um für den direkten Wiederaufstieg zusätzliches Geld locker zu machen, will der Club offenbar den ehemaligen Trainer Hans Meyer von der Gehaltsliste streichen. Meyer und Sportdirektor Martin Bader waren am Mittwoch auf sid-Anfrage nicht zu einer Stellungnahme zu dem Thema bereit.

"Club"-Präsident Roth will Meyer von der Gehaltsliste streichen

FCN-Präsident Michael A. Roth hatte zuvor aber angekündigt, ab Juli Meyers Gehalt von angeblich 500 000 Euro für die 2. Liga nicht mehr zahlen zu wollen. Er begründete dies mit dessen früherer Aussage, nach einem Abstieg nicht mehr zur Verfügung zu stehen.

Gespräche mit Pascal Bieler laufen

Abseits des drohenden arbeitsrechtlichen Streits hat der FCN für die kommende Saison bereits Ioannis Masmanidis (Arminia Bielefeld), Juri Judt (Spvgg Greuther Fürth) und Peter Perchtold (VfB Stuttgart II) ablösefrei verpflichtet. Mit dem ebenfalls ablösefreien ehemaligen U21-Nationalspielers Pascal Bieler von Hertha BSC stehe man "in aussichtsreichen Gesprächen", sagte Bader dem sid.

In den Blickpunkt gerückt ist auch Nürnbergs Eigengewächs Timo Rost von Erstligisten Energie Cottbus. Energie-Präsident Ulrich Lepsch kündigte an, dem offenbar wechselwilligen Kapitän bei entsprechender Ablöse keine Steine in den Weg legen zu wollen. Allerdings soll der 29-Jährigen, der 1998 ablösefrei vom Club zum VfB Stuttgart gewechselt war, mindestens 1,2 Mill. Euro kosten.

Offen ist, wen die Franken noch abgegeben werden. Gehalten werden sollen laut Bader Andreas Wolf, Marek Mintal und Javier Pinola. Bei Iwan Sajenko, Angelos Charisteas, Robert Vittek, Blazek und Peer Kluge ist die Zukunft offen.

Wichtig sei, sagte Bader weiter, dass jeder Spieler des künftig 22 Mann starken Kaders "in den Kopf bekommt, dass alle Spiele in der 2. Liga DFB-Pokal-Charakter haben, Groß gegen Klein. Wenn das nicht jeder verinnerlicht, werden wir dort aufgefressen".

© SID

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