Fußball Bundesliga
"Club" schafft gegen Frankfurt Befreiungsschlag

Der 1. FC Nürnberg hat sich im Tabellenkeller der Bundesliga etwas Luft verschafft. Beim 4:1 (1:1)-Sieg über Eintracht Frankfurt traf Marek Mintal doppelt für den "Club", der dennoch auf einem Abstiegsplatz bleibt.

Mit dem ersten Heimsieg seit einem halben Jahr hat der 1. FC Nürnberg seine "schwarze Serie" beendet. Nach neun Pflichtspielen ohne Sieg gelang dem Club gegen Eintracht Frankfurt mit einem verdienten 5:1 (1:1) der zweite "Dreier" in dieser Saison seit dem Auswärtssieg bei Hansa Rostock zwei Monate zuvor. Der letzte Heimsieg war den Franken am 17. April im Halbfinale des DFB-Pokals gelungen - ebenfalls gegen Frankfurt (4:0).

Nach dem frühen Führungstor der Gäste durch Naohiro Takahara (12.) brachte ausgerechnet der zuletzt vielgescholtene Angelos Charisteas die Mannschaft von Trainer Hans Meyer auf die Siegerstraße. Das 1:1 (20.) erzielte der Grieche nach einem Freistoß an den Pfosten von Jan Kristiansen selbst, das 2:1 (50.) legte er Marek Mintal, der später noch zum 4:1 traf (64.), mustergültig auf, beim 3:1 (54.) holte er einen Foulelfmeter heraus, den Zvjezdan Misimovic eiskalt verwandelte. Den fünften FCN-Treffer markierte der eingewechselte Joshua Kennedy (82.).

Während sich Charisteas vor 45 050 Zuschauern nach dem dritten Nürnberger Treffer verabschieden durfte, stand zunächst sein Nachfolger im Mittelpunkt. Kennedy vergab in der 57. und 59. Minute allein vor Eintracht-Torhüter Markus Pröll zwei hervorragende Möglichkeiten, mit dem vierten Nürnberger Treffer endgültig alles klar zu machen. Seine Fehler machte der Australierer allerdings in der 62. Minute wieder gut, als er bei Schüssen der Japaner Junichi Inamoto und Takahara jeweils auf der Torlinie klärte. Zwei Minuten später machte Mintal den ersten Bundesliga-Heimsieg für die Nürnberger seit dem 14. April 2007 endgültig perfekt.

Dabei hatte es zumindest in der ersten Halbzeit nicht danach ausgesehen, als würde der Club seine miserable Serie mit einem Kantersieg beenden. In der Hintermannschaft der Franken taten sich bisweilen große Löcher auf, die Eintracht konnte sich teilweise ohne Gegenwehr die Bälle zuschieben. Allerdings versäumten es die Hessen, aus ihren Chancen Kapital zu schlagen. Die besten Chancen für die Frankfurter waren ein Freistoß von Marco Russ an den Außenpfosten (26.) sowie eine Szene in der 28. Minute, als Ioannis Amanatidis bei seinem Treffer freilich im Abseits stand.

© SID

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