Fußball Bundesliga
"Club" zu Gast in Bremen, Bayer empfängt Bochum

Zum Abschluss des 28. Bundesliga-Spieltags empfängt Werder Bremen heute den abwehrstarken 1. FC Nürnberg. Für Bayer Leverkusen ist unterdessen ein Sieg gegen den VfL Bochum Pflicht, um auf Uefa-Cup-Kurs zu bleiben.

Nach zwei torlosen Unentschieden will Werder Bremen im Bundesliga-Heimspiel heute (17.00 Uhr/live auf arena) gegen den 1. FC Nürnberg wieder drei Punkte einfahren. Der zuletzt in Cottbus und beim Uefa-Cup-Spiel gegen Alkmaar schwächelnde beste Angriff der Liga (61 Tore) trifft allerdings auf die sicherste Defensive aller 18 Bundesligisten (25 Gegentore). Für den "Club" geht es im Fernduell mit Bayer Leverkusen (gegen den VfL Bochum) um Platz fünf und damit die Teilnahme am Uefa-Cup.

"Nürnberg lässt nur wenig Torchancen zu"

Auch wenn der Verzicht auf den attraktiven Spaßfußball der Hinrunde zu Gunsten eines ergebnisorientierten Zweckfußballs bei Werder in den letzten acht Pflichtspielen ohne Niederlage durchaus erfolgreich war, darf man sich bei der Jagd auf Tabellenführer Schalke 04 keine Punktverluste mehr leisten. Allerdings erwartet Bremens Trainer Thomas Schaaf, der auf Abwehrspieler Pierre Wome verzichten muss, gegen die Franken alles andere als Chancen en masse: "Nürnberg ist in der Defensive sehr aktiv und lässt deshalb nur ganz wenige Torgelegenheiten zu", erklärt der Coach.

Doch auf seinen über weite Strecken der Saison überragenden Sturm konnte sich Schaaf zuletzt nicht mehr verlassen. Das letzte Ligator eines Bremer Angreifers, das der Schwede Markus Rosenberg beim 1:1 gegen Bayern München erzielte, liegt bereits vier Wochen zurück. Vor allem WM-Torschützenkönig Miroslav Klose entwickelt sich mit inzwischen 1 032 torlosen Minuten immer mehr zum "Pflegefall".

Die Leistungen von Aaron Hunt und Hugo Almeida sind bestenfalls durchwachsen. Für Schaaf ist die Chancenverwertung der Knackpunkt: "Es wird schwer genug werden, in der Nürnberger Abwehr eine Lücke zu finden. Dann gilt es, unseren Abschluss im Vergleich zu den letzten Spielen zu verbessern."

"Club" will Werder-Sturm standhalten

Das will die Mannschaft von Hans Meyer unbedingt verhindern. Mit einem Zähler Rückstand auf die fünftplatzierten Leverkusener (42) hat der Tabellen-Sechste, der zudem im DFB-Pokal-Halbfinale steht, noch alle Chancen auf einen Europacup-Platz. So hofft Coach Meyer, dass sein Team der Offensive der Hanseaten standhalten kann.

"Bremen wird uns unter Druck setzen, um sich möglichst viele Chancen herauszuspielen. Das ist ihre Stärke, und da müssen wir gegenhalten", meint der 64-jährige Meyer. Die Verletzung von Abwehrspieler Dominik Reinhardt (Muskelfaserriss) ist dabei allerdings ein Handicap. Dafür kehrt Stürmer Robert Vittek nach seiner Gelbsperre wohl in die Anfangsformation zurück.

Die vermeintlich leichtere Aufgabe haben die Leverkusener gegen den abstiegsbedrohten VfL Bochum. Mit der 0:3-Heimpleite im Uefa-Cup gegen CA Osasuna ist das Bayer-Team jedoch nach dem vorherigen Höhenflug (13 Punkte aus fünf Spielen) hart auf dem Boden der Tatsachen gelandet.

"Gegen Bochum ist ein Sieg Pflicht"

"Wir müssen sofort wieder den Hebel umlegen. Gegen Bochum sind drei Punkte Pflicht, wir wollen auch im nächsten Jahr international dabei sein", sagt Sportchef Rudi Völler. Auch Trainer Michael Skibbe erwartet eine Reaktion der Mannschaft auf die höchste Heimniederlage in Leverkusens Europacupgeschichte: "Wir haben gleich die Chance zur Wiedergutmachung und wollen diese nutzen - um wenigstens unsere gute Ausgangslage in der Liga zu retten."

Den Bochumern bietet sich derweil die Möglichkeit mit zumindest einem Punkt die Auswärtsschwäche abzulegen und die Hoffnungen auf den Klassenerhalt zu nähren. Zwar konnten die zwei letzten Niederlagen auf des Gegners Platz jeweils durch einen Heimsieg kompensiert werden, doch mit 30 Punkten steckt der VfL nach wie vor mitten im Abstiegskampf.

Gekas wieder fit

Die Hoffnungen ruhen dabei auf Torjäger Theofanis Gekas (14 Saisontreffer), der nach leichten Adduktorenproblemen wieder fit ist. Verzichten muss Trainer Marcel Koller dagegen auf den gelbgesperrten Tomasz Zdebel sowie auf Martin Meichelbeck (Bänderriss).

© SID

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