Fußball-Bundesliga
Clubs arbeiten an Top-Transfers

In der Fußball-Bundesliga ruht der Ball, doch im Hintergrund arbeiten Vereins-Vertreter, Profis und Spieler-Berater an spektakulären Transfers und halten das Spieler-Karussell in Bewegung.

dpa HAMBURG. Im Mittelpunkt der Spekulationen stehen Rekordmeister FC Bayern München und sein wechselwilliger Nationalstürmer Lukas Podolski, dem Bundestrainer Joachim Löw eine neue Herausforderung nahelegt. "Zu lange ohne regelmäßige Spielpraxis zu sein, ist für ihn nicht gut. Deshalb ist es ein guter Zeitpunkt für einen Wechsel", sagte der DFB-Coach. Und: "Lukas hat mir gesagt, dass er mehrere Angebote hat. Ich denke, er wird spätestens im Sommer den Verein wechseln."

Während auch Stuttgarts Top-Torjäger Mario Gomez weiter als möglicher Bayern-Zugang im Sommer 2009 gehandelt wird, steht ein spektakulärer Winter-Deal im Zentrum der Debatten. Podolski, der längst nicht mehr nur zu "seinem" 1. FC Köln zurückkehren möchte, könnte im Tausch mit Torjäger Ivica Olic zum Hamburger SV gehen. Dafür spricht, dass der am Saisonende ablösefreie Kroate sich mit Bayern über einen Wechsel im kommenden Jahr einig sein soll und der HSV deutliches Interesse an dem zum Edelreservisten degradierten "Poldi" angemeldet hat, aber dafür rund zehn Mill. Euro Ablöse aufbringen müsste. Nach Investitionen von etwa 28 Mill. Euro in diesem Jahr "müsste der Vorstand uns schon einen Finanzplan vorlegen, der sehr überzeugend ist", sagte HSV-Aufsichtsratschef Horst Becker der "Bild"-Zeitung.

Angesichts des Regelwerks der Europäischen Fußball-Union (Uefa) macht ein sofortiger Tausch allerdings kaum Sinn. Das Risiko für beide Seiten wäre extrem groß, denn weder Podolski noch Olic wären in Champions League (Bayern) oder Uefa-Pokal (HSV) für andere Clubs spielberechtigt. Mit Ausnahme der drei Runden des Uefa Intertoto Cups und des Uefa-Superpokals könne "ein Spieler innerhalb einer Saison nicht für mehr als einen Verein Uefa-Clubwettbewerbe bestreiten", besagt Punkt IX, Artikel 17.07, der Spielberechtigung des europäischen Verbandes.

Bayern-Coach Jürgen Klinsmann hatte stets betont, dass ein Top- Club wie der deutsche Rekordmeister eigentlich vier Stürmer braucht. Zwar kommt im Januar US-Nationalspieler Landon Donovan, der aber ist zunächst nur bis März von Los Angeles Galaxy ausgeliehen und muss noch beweisen, dass er über ausreichend Klasse verfügt. Ohne "Poldi" stünden Klinsmann in Luca Toni und Miroslav Klose nur zwei weitere hochkarätige Angreifer für den "Tanz auf drei Hochzeiten" in Meisterschaft, DFB-Pokal und Champions League zur Verfügung.

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