Fußball Bundesliga
Cottbus entführt wichtige Zähler aus Berlin

Aufsteiger Energie Cottbus hat sich durch ein 1:0 (0:0) bei Hertha BSC Berlin neue Luft im Abstiegskampf verschafft. Hertha dagegen muss nach der dritten Pleite in Folge mehr denn je um einen Uefa-Pokal-Platz zittern.

Energie Cottbus hat im Abstiegskampf der Bundesliga wichtigen Boden gut gemacht und Hertha BSC Berlin noch tiefer in die Krise gestürzt. Die Lausitzer siegten am Freitagabend im Olympiastadion 1:0 (0:0) und demonstrierten zwei Wochen nach dem 3:2-Sieg bei Borussia Dortmund erneut ihre Auswärtsstärke. Im achten Duell der beiden Klubs verbuchten die Cottbuser bereits den fünften Erfolg, den Sergiu Radu mit seinem zehnten Saisontor (47.) perfekt machte.

Bei Hertha BSC Berlin hingegen spitzt sich die sportliche Krise immer mehr zu. Die Berliner blieben im siebten Pflichtspiel in Folge sieglos und kamen der Abstiegszone in der Fußball-Bundesliga gefährlich nahe. Nach dem erneuten Rückschlag brechen vor allem für den zuletzt in die Kritik geratenen Hertha-Trainer Falko Götz schwere Tage an.

Pantelic vergibt Führung gleich mehrfach

Vor 51 831 Zuschauern gingen die Berliner, bei denen Yildiray Bastürk nach seiner Innenbandverletzung zunächst nur auf der Bank saß, die Partie couragierter an und erspielten sich im ersten Durchgang mehrere Großchancen. Kevin Boateng und Gilberto zogen im Mittelfeld zunächst gekonnt die Fäden, im Angriff hatte alleine Marko Pantelic vor der Pause drei gute Möglichkeiten (8., 38., 42.). Bei seinem letzten Versuch hätte Schiedsrichter Jochen Drees (Mainz) auf Elfmeter entscheiden müssen, da Kevin Mckenna eindeutig am Pantelic-Trikot zog.

Die Cottbuser, bei denen der starke Gerhard Tremmel den etatmäßigen Keeper Tomislav Piplica (Gehirnerschütterung) vertrat, konzentrierten sich lange Zeit auf Defensivarbeit. Erst zum Ende der ersten Halbzeit ergaben sich für die Brandenburger Torchancen. Timo Rost scheiterte mit Distanzschüssen (27., 34.) und Vragel da Silva köpfte in der 31. Minute nur knapp am Berliner Gehäuse vorbei.

Radu trifft nach Vorarbeit von Kioyo

Zur zweiten Halbzeit erwischten die Lausitzer einen Auftakt nach Maß. Vlad Munteanu setzte in der 47. Minute Francis Kioyo auf dem linken Flügel ein, und dessen Hereingabe brauchte Sergiu Radu aus kurzer Distanz nur einzuschieben. Sowohl Simunic als auch Jerome Boateng sahen auf Seiten der Hertha bei dieser Aktion nicht gut aus.

Nach dem Rückstand forcierte die Hertha die Offensivbemühungen, doch gute Torchancen blieben zunächst Mangelware. Sobald die Gastgeber in die Nähe des Fünfmeter-Raumes kamen, war meist der umsichtig und ruhig agierende Tremmel zur Stelle.

Auch mit der Hereinnahme von Bastürk in der 63. Minute wurde das Spiel der Hausherren nicht gefährlicher. In der 66. Minute übersah der schwache Schiedsrichter Drees einen Kopfstoß des Cottbusers Szelesi gegen Kevin Boateng.

In der 81. Minute kamen die Herthaner zu einem Treffer des eingewechselten Ashkan Dejagah, dem der Schiedsrichter aber wegen Handspiels die Anerkennung verweigerte.

© SID

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