Fußball Bundesliga
Cottbus ringt Hertha nieder

Energie Cottbus hat am neunten Bundesliga-Spieltag einen 2:0 (0:0)-Sieg über Hertha BSC Berlin gefeiert. Die Tore für Energie erzielten Daniel Gunkel und Jiayi Shao. Vlad Munteanu verschoss zudem einen Foulelfmeter.

Energie Cottbus hat die Verhältnisse im Osten zumindest vorläufig auf den Kopf gestellt. Der Aufsteiger aus der Lausitz gewann das Berlin-Brandenburg-Duell gegen Hertha BSC Berlin 2:0 (0:0) und zog am 9. Spieltag mit 14 Zählern in der Tabelle an den Berlinern vorbei. Hertha wartet seit über einem halben Jahr in der Bundesliga auf einen Auswärtssieg.

Daniel Gunkel (66.) und Jiayi Shao (83.) erzielten die Treffer für die Hausherren, die im direkten Duell mit den Berlinern, bei denen Solomon Okoronkwo in der 77. Minute nach einer Tätlichkeit die Rote Karte sah, mit einem Sieg nunmehr die Nase vorn haben.

20 000 Zuschauern im Stadion der Freundschaft sahen eine mäßige Partie. Während Energie-Trainer Petrik Sander in der Viererkette den Ungarn Zoltan Szelesi den Vorzug vor Benjamin Schöckel gab, vertraute Hertha-Trainer Falko Götz der gleichen Elf, die unter der Woche bei den Stuttgarter Kickers im Pokal gewonnen hatte. Doch schon nach 28 Minuten musste Götz sein Konzept ändern, als Yildiray Bastürk verletzt ausschied. Andreas Neuendorf übernahm die Rolle des Spielgestalters für den türkischen Nationalspieler.

Doch sowohl mit als auch ohne Bastürk lief bei Hertha zunächst nicht viel zusammen. Cottbus erarbeitete sich mit konzentriertem Defensiv- und energischen Zweikampfverhalten optisches Übergewicht. Die große Chance zur Führung aber vergab Vlad Munteanu, der einen Foulelfmeter nach 20 Minuten über das Tor setzte.

Es dauerte bis zur 40. Minute, ehe die Gäste ihrerseits für Gefahr sorgten. Herthas bester Torschütze Marko Pantelic hatte die Führung auf dem Fuß, scheiterte aber am guten Tomislav Piplica (43.). Nach dem Wechsel schien Hertha das Heft in die Hand zu nehmen. Doch Energie kämpfte sich nach einer kurzen Schwächeperiode ins Spiel zurück und drängte die Herthaner zurück. Mit einem direkt verwandelten Freistoß gelang Gunkel schließlich die nicht unverdiente Cottbuser Führung.

In der Folgezeit fiel Hertha im Spiel nach vorne nicht viel ein und musste nahezu hilflos mit ansehen, wie die Uhr für Cottbus rannte. Als Okoronkwo "Rot" sah, war die Partie für die Berliner so gut wie gelaufen. Trainer Falko Götz wurde zudem nach 80 Minuten auf die Tribüne verbannt.

© SID

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