Fußball Bundesliga
Daum verlässt den 1. FC Köln

Christoph Daum ist dem Lockruf des Geldes erlegen und hat sich gegen seine große Liebe 1. FC Köln entschieden: Der 55 Jahre alte FC-Cheftrainer machte von seinem Sonderkündigungsrechte Gebrauch und verlässt mit sofortiger Wirkung den Geißbock-Klub – wohl auch, weil es Differenzen in Sachen Spielereinkäufe gab. Seine nächste Trainerstation scheint auch schon festzustehen – und auch erste Nachfolger beim FC werden gehandelt.

Daum wird voraussichtlich beim türkischen Renommierklub Fenerbahce Istanbul anheuern, wo er als Nachfolger von Spaniens Europameister-Trainer Luis Aragones einen Drei-Jahres-Vertrag erhalten und per annum 3,5 Mill. Euro netto verdienen soll. Bei den Rheinländern soll er zuletzt rund 2,5 Mill. Euro brutto kassiert haben.

keine Entscheidung gegen Köln, sondern für neue Herausforderung

"Mit meinem neuen Klub, der bis auf Weiteres noch nicht genannt werden möchte, habe ich die Möglichkeit, direkt wieder international zu spielen, was für mich immer mein größter Anreiz und Wunsch als Trainer war. Somit ist meine Entscheidung keine gegen den 1. FC Köln, sondern für die neue Herausforderung", teilte Daum, der erst am vergangenen Samstag die Offerte erhalten hatte, in einer Erklärung über seinen Anwalt Stefan Seitz mit.

Der Coach bestätigte, dass der neue Kontrakt von ihm bereits unterschrieben worden sei. Er hätte zwar "gern meinen noch eine Saison laufenden Vertrag abgearbeitet, meine Mission in Köln ist aber mit dem Aufstieg und dem Erreichen eines Mittelfeldplatzes ohne Abstiegsgefahr in der abgelaufenen Bundesliga-Saison erfüllt". Damit sei eine Basis geschaffen, auf der aufgebaut werden könne. Daum: "Ein Teil meines Herzens wird immer hier bleiben."FC auf dem falschen Fuß erwischt

"Es tut uns sehr leid, dass Christoph Daum vom FC weggeht. Christoph hat sich im Telefonat für die gute Zusammenarbeit bedankt und betont, dass er das ihm vorliegende Angebot aufgrund der herausragenden sportlichen und finanziellen Rahmenbedingungen nicht ablehnen konnte", sagte FC-Präsident Wolfgang Overath.

Nationalspieler Lukas Podolski wurde auf der Asienreise der Nationalmannschaft von der Neuigkeit überrumpelt. "Die Nachricht kommt für mich überraschend", sagte der Stürmer, der im Sommer für zehn Mill. Euro von Bayern München zurückkehren wird, auf dfb.de: "Ich bin zuversichtlich, dass der Verein schnell einen guten Nachfolger findet, und ich bin auch sicher, dass der FC seine gesteckten Ziele unabhängig vom Trainerwechsel weiterhin erreichen wird."

Der FC, der unter Daum sicher den Klassenerhalt im Fußball-Oberhaus geschafft hatte, wurde auf dem falschen Bein erwischt. Nichts hatte vor Pfingsten darauf hingedeutet, dass Daum seinem Heimatverein trotz des eigentlich bis 30. Juni 2010 laufenden Vertrages verlassen würde.

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