Fußball Bundesliga
Degen sieht seine Zukunft nicht in Gladbach

David Degen will Borussia Mönchengladbach zum Saisonende den Rücken kehren. "Nicht wegen der 2. Liga", sagte Degen: "Wenn mich der Trainer auf die Tribüne setzt, ist die Botschaft klar: Er plant nicht mehr mit mir."

Der drohende Abstieg ist wohl nicht der Grund, dennoch will der Schweizer Nationalspieler David Degen den Bundesligisten Borussia Mönchengladbach am Saisonende verlassen. "Nicht wegen der 2. Liga", sagte Degen der Rheinischen Post: "Wenn mich der Trainer auf die Tribüne setzt, ist die Botschaft klar: Er plant nicht mehr mit mir." Degens Vertrag läuft noch bis 2009 und gilt auch für die 2. Bundesliga, für eine festgeschriebene Ablösesumme von zwei Mill. Euro dürfte er aber vorzeitig gehen.

Der Mittelfeldspieler, der im Sommer 2006 vom FC Basel nach Gladbach gekommen war, hatte den größten Teil der Hinrunde wegen Verletzungen verpasst. Nachdem er zu Beginn der Rückrunde noch unter Jupp Heynckes auf dem Sprung ins Team war, kam er bei dessen Nachfolger Jos Luhukay kaum noch zum Einsatz. Der Coach bemängelt taktische Defizite beim 24-Jährigen, dessen Zwillingsbruder Philipp mit Borussia Dortmund ebenfalls gegen den Abstieg kämpft.

Torhüter Kasey Keller will dagegen unbedingt noch einmal das Trikot der Gladbacher überstreifen - trotz seines Muskelbündelrisses. "Die Prognose lautet vier bis sechs Wochen. Aber ich habe gutes Heilfleisch, deshalb hoffe ich, dass es eher vier Wochen werden", sagt der Kapitän: "Vielleicht klappt es bis zum Mainz-Spiel, hoffentlich spätestens gegen Bochum." In Mainz muss die Borussia am 12. Mai antreten, eine Woche später (19. Mai) folgt das vielleicht vorerst letzte Erstliga-Spiel der Gladbacher gegen den VfL.

"Noch ist nicht entschieden"

Ob Keller, dessen Vertrag ausläuft, trotz des drohenden Abstiegs vielleicht in Mönchengladbach bleibt oder wie erwartet in seine Heimat zurückkehrt, ist noch offen. "Das werde ich natürlich im Moment von allen Seiten gefragt. Aber nochmal: Ich habe noch nichts entschieden und will die Sache erst entscheiden, wenn die Saison gelaufen ist", sagte der 37-Jährige.

Die Verletzung hatte sich Keller am vorigen Freitag bei der 0:1-Niederlage gegen den Hamburger SV etwa zehn Minuten vor Schluss zugezogen. Weil die Gladbacher schon dreimal gewechselt hatten, spielte er bis zum Ende durch. In den nächsten Partien wird Keller von Christopher Heimeroth vertreten.

© SID

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