Fußball Bundesliga: Dejagah eine Nacht hinter schwedischen Gardinen

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Dejagah eine Nacht hinter schwedischen Gardinen

Ashkan Dejagah von Hertha BSC musste die Nacht von Montag auf Dienstag im Gefängnis verbringen, weil der 20-Jährige bei seinem Prozess im Dezember wegen zweier möglicher Fälle von Verkehrsunfallflucht nicht anwesend war.

Fußball-Profi Ashkan Dejagah füllt weiter die Schlagzeilen: Nur wenige Stunden nachdem der Mittelfeldspieler von Bundesligist Hertha BSC Berlin einen Drei-Jahres-Vertrag bei Ligakonkurrent VfL Wolfsburg unterschrieben hatte, musste er die Nacht von Montag auf Dienstag im Gefängnis verbringen. Dejagahs Spielerberater Jörg Neubauer und Michael Grunwald, Sprecher der Staatsanwaltschaft, bestätigten eine entsprechende Meldung der Bild-Zeitung.

Der 20 Jahre alte Deutsch-Iraner wurde für zwölf Stunden in der Gefangenensammelstelle Tempelhofer Damm festgehalten, da er bei seinem Prozess am 18. Dezember wegen zweier möglicher Fälle von Verkehrsunfallflucht nicht anwesend gewesen war.

Dieses Vorgehen der Justiz stößt bei Berater Neubauer bitter auf: "Das sind vollkommen unverhältnismäßige Mittel. Da will sich jemand auf Kosten eines Prominenten profilieren." Dejagah, der einen Tag nach dem fraglichen Termin mit Hertha im Pokal-Achtelfinale beim VfL Osnabrück (3:0) gespielt hatte, habe lediglich eine schriftliche Absage versäumt, erklärte Neubauer.

Rückendeckung vom Verein

Von Vereinsseite erhielt Dejagah derweil Rückendeckung. "Er hat einen Denkzettel bekommen. Es ist ein Schock für ihn und auch für uns. Wir werden ihn jetzt aber nicht fallen lassen", sagte Manager Dieter Hoeneß. Am Mittwochnachmittag kam es zu einem Gespräch von Trainer Falko Götz mit Dejagah bezüglich einer möglichen Rückkehr in den Profikader. Götz hatte das Talent nach Bekanntwerden des ablösefreien Wechsels nach Wolfsburg vorübergehend in das Reserveteam abgeschoben.

© SID

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