Fußball Bundesliga
Der "Super-Sonntag" wackelt

DFB-Präsident Theo Zwanziger lässt durchblicken, dass es wohl kein Spiel sonntags um 13.30 Uhr geben wird. Die DFL will mit der Ausschreibung der Medienrechte im Oktober beginnen.

In der Bundesliga wird wohl auch in der kommenden Saison sonntags nicht um die Mittagszeit angestoßen. Theo Zwanziger, Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), sagte der Bild-Zeitung, dass die Deutsche Fußball Liga (DFL) plane, "nur ein Bundesligaspiel früher beginnen zu lassen".

Eine mögliche Variante wäre, dass das erste von dann maximal drei Bundesliga-Spielen am Sonntag um 15.30 Uhr angepfiffen wird und die Zweitliga-Spiele um 13.30 Uhr beginnen.

Nach der Kündigung des drei Mrd. Euro umfassenden Vertrages mit der Kirch-Tochter Sirius und der nun folgenden eigenständigung Ausschreibung der TV-Rechte für die Jahre 2009 bis 2015 durch die DFL war spekuliert worden, dass künftig sonntags ab 13.30 Uhr drei Bundesliga-Spiele nacheinander ausgetragen werden könnten.

"Ein sensibles Thema"

Zwanziger bezeichnete die Neustrukturierung des Spieltages mit Blick auf eine mögliche Kollision mit Amateurspielen als "ein sensibles Thema". Vor einer Entscheidung durch Liga und DFB müsse man erstmal Zahlen kennen, sagte Zwanziger.

"Ein stark veränderter Spielplan müsste schon einen nennenswerten zusätzlichen Millionen-Betrag aus TV-Geldern einbringen. Dann käme er ja auch zum Teil wieder dem DFB und den Amateuren zugute", sagte der DFB-Boss.

Die DFL kündigte am Dienstag die Ausschreibung der Medienrechte formell an. "Es ist beabsichtigt, die Ausschreibung Ende Oktober mit dem Versand der entsprechenden Unterlagen an interessierte Marktteilnehmer zu beginnen", hieß es in einer Pressemitteilung. Alle Marktteilnehmer, die Interesse an der Verwertung der Medienrechte haben und die Ausschreibungsunterlagen anfordern wollen, können sich seit Dienstag bei der DFL registrieren lassen.

"Die Pakete, die wir anbieten, werden anders aussehen als bisher - mit Spielplanänderungen, die aber vertretbar sein müssen, nicht nur für die Fernsehsender, sondern auch für die Zuschauer in den Stadien. Diesen Spagat müssen wir schaffen", hatte Peter Peters, Geschäftsführer von Schalke 04 und Vizepräsident des Ligaverbandes, im sid-Interview gesagt. Alle möglichen Elemente der Ausschreibung seien "noch keine Fakten".

© SID

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