Fußball Bundesliga
DFB sperrt da Silva für sieben Spiele

Abwehrspieler Vragel da Silva vom Bundesligisten FC Energie Cottbus ist vom DFB-Sportgericht für sieben Spiele gesperrt worden. Der Brasilianer war per TV-Beweis einer Tätlichkeit überführt worden.

Energie Cottbus muss in den nächsten sieben Bundesliga-Spielen ohne Abwehrspieler Vragel da Silva auskommen. Der Brasilianer wurde nach einer Tätlichkeit per Video-Beweis mit einer drakonischen Strafe belegt. Da Silva wurde vom Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) wegen "einer Tätlichkeit gegen den Gegner in der Form des krass sportwidrigen Verhaltens" gesperrt. Der Südamerikaner steht den Lausitzern damit auch in fünf Begegnungen der neuen Saison nicht zur Verfügung. Der Spieler und sein Verein haben dem Urteil zugestimmt.

Da Silva hatte bei der 0:2-Niederlage der Cottbuser am vergangenen Freitag bei Hannover 96 seinen Gegenspieler Hanno Balitsch mit einem Ellenbogen-Schlag ins Gesicht verletzt. Da Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer (Herne) das Vergehen nicht gesehen hatte, konnte der DFB-Kontrollausschuss nach Auswertung von Fernsehbildern Anklage erheben.

Hohe Strafe als Wiederholungstäter

In den letzten Jahren waren nur wenige Urteile des DFB-Sportgerichts noch härter ausgefallen. So mussten Victor Agali (Hansa Rostock) und Junior Baiano (Werder Bremen-jeweils 1999/2000) jeweils zehn Wochen wegen zweifacher Tätlichkeit bzw. wegen eines Fausthiebs zuschauen. Axel Kruse (VfB Stuttgart-1993/94) wurde wegen Tätlichkeit und Schiedsrichter-Beleidigung ebenfalls zehn Wochen aus dem Verkehr gezogen.

Interne Geldstrafe angedroht

Das Strafmaß gegen da Silva fiel besonders hoch aus, weil der 33-Jährige als Wiederholungstäter gilt. Bereits nach dem Bundesliga-Spiel am 16. Dezember 2006 gegen den VfB Stuttgart war der Lausitzer nach der Analyse von TV-Aufzeichnungen nachträglich für drei Partien gesperrt worden, weil er den Stuttgarter Arthur Boka abseits des Spielgeschehens geschlagen hatte.

Neben der Verurteilung durch den DFB erwartet da Silva auch eine Bestrafung durch seinen Arbeitgeber. "Es wird eine hohe Geldstrafe geben, die bei Energie Cottbus so noch nie da gewesen ist", sagte Manager Steffen Heidrich. "Es besteht immer die Gefahr, dass unser positives Erscheinungsbild in Deutschland durch solche Aktionen kaputt gemacht wird", erklärte Heidrich.

© SID

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