Fußball Bundesliga
DFB sperrt Micoud für drei Spiele

Werder Bremen wird den Rest der Saison auf seinen Spielmacher Johan Micoud verzichten müssen. Das Sportgericht des DFB verurteilte den Franzosen zu insgesamt drei Spielen Sperre.

Werder Bremen hat auf Anraten des Sportgerichtes des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) den Antrag auf Minderung der vom Kontrollausschuss geforderten drei Spiele Sperre für Johan Micoud zurückgezogen. Damit akzeptieren die Hanseaten trotz großer Bedenken das Strafmaß für seinen französischen Regisseur, der aufgrund krass sportlichen Verhaltens verurteilt wurde. Micoud hatte seinem Gegenspieler Poulsen am 23. April während des Bundesligaspiels gegen Schalke 04 (0:0) in den Genitalbereich gegriffen.

Bremens Sportdirektor Klaus Allofs haderte mit der "unakzeptablen und unverständlichen" Entscheidungsfindung des Sportgerichts und sah "keine Gerechtigkeit". Damit fehlt der Franzose Micoud den Bremern nicht nur in den noch ausstehenden beiden Saisonpartien am Samstag gegen den 1. FC Köln sowie am 13. Mai im Nordderby beim Hamburger SV, sondern auch im ersten Spiel der kommenden Runde. "Ich habe immer gelernt, im Zweifel für den Angeklagten, deshalb bin ich schon enttäuscht", meinte Micoud.

Schiedsrichter Knut Kircher hatte den Vorfall in der 30. Minute nicht gesehen, weshalb der Kontrollausschuss seine Ermittlungen aufgenommen hatte. Unmittelbar vor der Szene hatte Micoud wegen eines Fouls am Schalker Lincoln die gelbe Karte gesehen und war daraufhin von Poulsen am Trikot gezogen worden.

"Die TV-Bilder sind dünn in ihrer Aussagekraft. Es war ein sehr schwieriger Fall", urteilte der Vorsitzende Richter Dr. Rainer Koch, schenkte der belastenden Aussage von Poulsen ("Ich habe eindeutig einen Griff Micouds im Unterleib verspürt") aber Glauben. Nach der Stellungnahme des Schalker Profis hatte Koch den Rechtsvertretern der Bremer während der Verhandlung in Frankfurt geraten, ihren Einspruch gegen die Drei-Spiele-Sperre zurückzuziehen. "Denn zu diesem Zeitpunkt hätte einiges für eine Sperre von vier Partien gegen Micoud gesprochen", erläuterte Koch sein Vorgehen.

Micoud hatte am Mittwoch beim Sieg der Bremer im Auswärtsspiel gegen den MSV Duisburg (5:3) die ersten beiden Treffer erzielt.

© SID

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